Start in die Session: Rasanter Frühstart in die neue Session

Start in die Session : Rasanter Frühstart in die neue Session

Die Homburger Narren sind dieses Jahr schon vor dem 11.11. in die fünfte Jahreszeit gestartet. In Erbach wurde es bereits am Freitagabend närrisch.

Während sich die „normale“ Welt vor dem Hintergrund sinkender Schneefallgrenzen auf die vierte Jahreszeit, sprich den Winter, vorbereitet, sind die Narren schon mal in ihre fünfte gestartet. Ganz eilig hatte es dabei die Homburger Narrenzunft, die im Thomas-Morus-Haus in Erbach schon am Freitagabend die Session 2017/2018 eröffnete.

Am 10. November? In der Tat verlegten die Homburger damit den traditionellen Sessionsauftakt um einen Tag nach vorne – in seiner Begrüßung der Gäste begründete der erste Zunftmeister Rüdiger Schneidewind diesen Schritt weitläufig damit, dass man nicht mit anderen Terminen am Samstagabend, dem 11. 11., kollidieren wolle.

So etwas zügiger zu den närrischen Fahnen gerufen, ließen sich die Narren der Narrenzunft diesen Frühstart aber nicht anmerken. Für den Sessionsauftakt hatte man eine kleines und feines Programm zusammengestrickt, das schon mal einen guten Einblick in das gab, was bei den Prunksitzungen als Höhepunkt der ausgesprochen kurzen Session im kommenden Jahr zu erwarten sein wird.

Ganz traditionell eröffnete der Einzug einiger Garden und des Elferrates den Abend, musikalisch begleitet von Franz Hartmann füllte sich die Bühne im Thomas-Morus-Haus mit den Aktiven. Mittendrin: Eben Zunftmeister Rüdiger Schneidewind, der durch den Sessionsauftakt führte. Auf sein Kommando hin wurde es dann richtig amtlich, mit dem Aufziehen der Narrenkappe war für die Homburger die fünfte Jahreszeit eröffnet, ein dreifaches „Nix wie druff“ gab dann den klassischen Startschuss.

Und was wäre eine Session ohne Sessionsmotto: „Freunde der Nacht, Fastnacht ist für uns gemacht“. Nach diesem Auftakt war es eine von Schneidewinds ersten, ganz offizielle Aufgaben, mit Sabine Blatt-Engel und Gime Zejnullahi zwei verdienten HNZ-Aktiven zum Geburtstag zu gratulieren. Von da an regierten dann die Aktiven die Bühne, für die erste Rakete im Saal sorgte Tanzmariechen Selin Winterkorn, die mit ihrem Tanz – und angefeuert von den HNZ-Garden – für Begeisterung und Jubelstürme sorgte. Schneidewind nach dem mitreißenden Auftritt der gerade mal achtjährigen Selin: „Ich kenne viele Erwachsene, die bei einem solchen Auftritt schlotternde Knie hätten und das so nicht hinkriegen würden. Deswegen, Selin: Mach weiter so, da ist viel Potential drin.“ Nicht weniger begeisterte dann auch der Auftritt der ganz kleinen HNZ-Aktiven, der Tanzmäuse, alle im Alter zwischen drei und fünf Jahren.

Mit ihrem Tanz ließ die Narrenzunft in ihre Zukunft blicken – und da kann man augenscheinlich in Sachen Jugendarbeit wirklich zufrieden sein. Nach der verdienten Rakete für die „Charme-Offensive“ der Homburger Narrenzunft betonte Schneidewind, dass gerade die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einer der wesentlichen Gründe für das Engagement bei den Homburger Narren sei. „Wenn man sich so manchmal überlegt, warum man Zeit in den Verein investiert, dann weiß man das, wenn man die Kleinen sieht.“ In den 16 Jahren seines Engagements bei der Narrenzunft habe er viele dieser Kleinen groß werden sehen, von zappelnden Fünfjährigen bis dann zu Gardetänzerinnen, die alles beherrschten. „Das motiviert einen immer wieder.“

Nach den beiden gelungenen Tanzvorführungen ging es dann zum ersten Mal um das reimende gesprochene Wort, Ashley Krämer sorgte als „die fesche Lilly“ für die erste Büttenrede des Abends – und für tiefgreifende Einblicke ins bäuerliche Leben. Im Wechsel von Tanz und Wort sollte es über den Abend weitergehen, mittendrin im Programm natürlich auch die Promillos als Urgestein der Homburger Narrenzunft.

Für die Homburger Narrenzunft heißt es nun: Kurs nehmen auf die heiße Phase der Session 2017/2018. Die ist diesmal erneut ausgesprochen kurz, schon am 18. Februar ist mit dem Aschermittwoch wieder alles vorbei.