Es wird am Montag in der Sitzung vorgestellt Radkonzept Thema im Ausschuss

Homburg · Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass das Fahrrad einmal so im Mittelpunkt stehen könnte? In eher mittelgroßen Städten wie Homburg kam es eher nicht so oft vor, dass jemand weitere wie kürzere Wege im Alltag mit dem Drahtesel zurücklegte.

Radverkehrskonzept für Homburg ist jetzt fertig und Thema im Ausschuss
Foto: dpa/Henning Kaiser

Was die Bedingungen für Radfahrer angeht, hat sich in Homburg schon etwas getan, aber so viel dürfte jedem klar sein: Von niederländischen Verhältnissen, wo es sehr viele eigene Radwege gibt und Autofahrer an die Zweiräder gewöhnt sind, ist man hier noch weit entfernt.

Es soll aber umfassend etwas passieren, das steht schon länger fest. Seit gut einem Jahr sitzt das bereits Verkehrsplanungsbüro ATP in Zusammenarbeit mit der Stadt an einem eigenen Radwegekonzept für Homburg auf Beschluss des Stadtrats. Nun ist es einige Monate später als geplant fertig und soll an diesem Montag, 14. Juni, im Bau- und Umweltausschuss vorgestellt werden soll. Danach soll es dann in die Juli-Sitzung des Stadtrats, teilt die Stadt auf Anfrage mit.

Das Konzept spannt einen weiten Bogen, fängt bei besseren Radwegen an und hört bei guten Abstellmöglichkeiten noch lange nicht auf, so hatte es  das Planungsbüro angekündigt. Es gehe, so unterstrich dieses, um den Alltagsradverkehr, gemeint sind hier Berufspendler und Menschen, die mit dem Rad zum Einkaufen fahren, genauso wie Schüler. Neben großen baulichen Änderungen, die für die Sicherheit notwendig sind, wird es da auch kleinere Dinge brauchen.

Homburgs Fahrradbeauftragte Ute Kirchhoff, selbst passionierte Radfahrerin, nennt im Gespräch Beispiele für neuralgische Punkte in Sachen Sicherheit in Homburg: die Ecke Talstraße/Gerberstraße, hier müsse etwas geschehen, ein Schild, das zum Absteigen und über den Zebrastreifen schieben auffordere, sei da keine Lösung. Generell plädiert sie dafür, dass man Radfahrern flüssige Wege bereiten müssen.

Lebensgefährlich sei zudem die Einfahrt in den Kreisel in der Talstraße beim Mannlich-Gymnasium.

Und generell gelte: Autofahrer müssten sich an die Radfahrer als Verkehrsteilnehmer gewöhnen –  und beispielswiese nicht einfach mal kurz auf einem markierten Fahrradweg halten oder sogar parken.

Das erfordere ein Umdenken und „für Akzeptanz braucht es auch politischen Willen“.

Der Bau- und Umweltausschuss kommt am Montag, 14. Juni, 18 Uhr, im Rathaus am Forum zusammen. Das Radverkehrskonzept wird im nichtöffentlichen Teil der Sitzung vorgestellt.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort