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Punkte sammeln bei den Rettern von morgen

Punkte sammeln bei den Rettern von morgen

Mit Hüpfburg und Rutsche, großer Fahrzeugausstellung, Rundgängen durch die Feuerwache und Rundfahrten mit dem Feuerwehrauto warb der Löschbezirk Homburg-Mitte gestern auch um Nachwuchs. Viele große und kleine Besucher nutzen den „Tag mit der Feuerwehr“, um sich zu amüsieren und zu informieren.

"Was gute Feuerwehrleute ausmacht? Sie sollten sich gerne einbringen, auch in Sachen Technik, sie sollten bereit sein, auch zu den ungünstigsten Uhrzeiten in den Einsatz zu gehen und sie sollten einfach zu Verfügung stehen, wenn es brennt!" Alexander von Büren, Löschbezirksführer von Homburg-Mitte, musste gestern am Rande des "Tages mit der Feuerwehr" an und in der Wache am Hochrech wahrlich nicht lange nach Worten suchen, um den idealen Feuerwehrmann oder die ideale Feuerwehrfrau zu beschreiben. Und: Sowohl er als auch Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind betonten die großes Bedeutung des Ehrenamtes in der Feuerwehr. Doch wie sieht es eben in Sachen Ehrenamt beim dafür nötigen Nachwuchs aus? Von Büren zeigte sich hier mit der aktuellen Situation im Bereich der Jugendfeuerwehr durchaus zufrieden. "Wir werden in diesem Jahr acht Leute in die aktive Wehr übernehmen. Das bedeutet auch, dass wir bei der Jugendfeuerwehr wieder Platz haben für Neuzugänge. Jeder ist uns herzlich willkommen, das ist für uns ein wichtiges Thema."

Und nicht nur für ihn, auch Manfred Rippel, Vorsitzender des Fördervereins des Löschbezirks Homburg-Mitte, widmete sich im Gespräch mit unserer Zeitung dieser Zukunftsarbeit. Dabei sei es nicht einfach, immer in ausreichender Zahl junge Menschen für den Dienst in der Feuerwehr zu gewinnen - auch aufgrund der Konkurrenz zu vielen anderen Dingen, vom Fußballverein bis zu schulischen Aktivitäten. "Wie in andere Bundesländern auch haben die Herausforderung durch den demographischen Wandels und durch die verstärkte Beanspruchung der Kinder in Form vielfältiger anderer Verpflichtungen zugenommen. Da fehlt den Kindern oft die Zeit." Da sei es, so Manfred Rippel, für Feuerwehren notwendig, im Kanon anderer Offerten einfach mit Attraktivität zu punkten.

In jedem Fall punkten konnte der Förderverein gestern als eigentlicher Veranstalter des "Tages mit der Feuerwehr". Mit Hüpfburg und Rutsche, Erbsensuppe und Rollbraten , großer Fahrzeugausstellung, Rundgängen durch die Feuerwache und Rundfahrten mit dem großen Feuerwehrauto, Vorführungen der Jugendwehr und vielem mehr hatten Löschbezirk und Förderverein gemeinsam ein durchweg familientaugliches Programm auf die Beine gestellt - genau nach Rippels Geschmack. "Wir sind zufrieden, wenn genug Leute und vor allem Familien mit Kindern da sind. So ist das Fest gedacht!"

Und als sich kurz nach dem Beginn drei Feuerwehrfahrzeuge kurzerhand aus dem Fest heraus in den Einsatz verabschieden mussten, da bekamen die Gäste gleich mal einen Eindruck davon, was es bedeutet, für den Schutz der Bürger ehrenamtlich jederzeit bereit zu sein.