Proteste gegen KSB-Schließung

Homburg · Der Frankenthaler Pumpenhersteller Klein, Schanzlin & Becker (KSB) will zum 31. Dezember 2015 sein Werk in Homburg schließen. Die 80 Arbeitsplätze sollen wegfallen. Belegschaft und IG Metall lehnen dies entschieden ab.

 Rund 350 Teilnehmer nahmen am 18. November an einem Demonstrationszug gegen die KSB-Schließung teil. Foto: Thorsten Wolf/SZ

Rund 350 Teilnehmer nahmen am 18. November an einem Demonstrationszug gegen die KSB-Schließung teil. Foto: Thorsten Wolf/SZ

Foto: Thorsten Wolf/SZ

Seit Anfang Oktober gab es Protestmärsche und Demonstrationen mit mehreren hundert Teilnehmern in Homburg. Andere Homburger Betriebe zeigten Solidarität mit ihrer Teilnahme an den Protesten. Aus Sicht des KSB-Betriebsrates und der Gewerkschaft sei die Schließung am KSB-Standort Homburg "eine wirtschaftlich völlig unsinnige Entscheidung". Auch der Homburger Stadtrat lehnte eine Werksschließung kategorisch ab. Einstimmig verabschiedete der Rat am 6. November eine Resolution gegen die Schließung. Allerdings blieb diese ohne Erfolg: OB Rüdiger Schneidewind konnte bei der KSB-Geschäftsführung nichts erreichen. Diese werde von ihren Plänen, den Standort Homburg zu schließen, nicht Abstand nehmen, teilte er in der Stadtratssitzung vor Weihnachten mit. Bereits 1999 hatte die KSB-Zentrale die Absicht, Homburg zu verlassen. Damals konnte dies verhindert werden.

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