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Positive Nachrichten zum Chor-Verbandstag

Kreis-Chorverband (KCV) Homburg wählte : Es gab auch positive Nachrichten beim Chor-Verbandstag

Landrat Gallo verkündete Wiederaufnahme von Gesangsproben. Anschließend standen Vorstandswahlen auf dem Programm.

Dieser Tage holte der Kreis-Chorverband (KCV) Homburg seine wegen der Corona-Pandemie verschobene Hauptversammlung nach. Durchgeführt wurden in diesem Rahmen auch die im Zwei-Jahresrhythmus anstehenden Neuwahlen des Vorstandes, Ort der Versammlung war die Lambsbach-Halle in Kirrberg, die genügend Platz für die Delegierten und den Vorstand des KCV bot, um die vorgeschriebenen Abstände einzuhalten, so Vorsitzender Frank Vendulet. Gastgeber war der Chor Taktstrich, der die Versammlung musikalisch mit Gesang von der CD untermalte. Begrüßt wurden die Vereinsvertreter von der Vereinsvorsitzenden Doris Omlor.

Corona und seine Auswirkungen waren das bestimmende Thema, ob im Allgemeinen oder bei den Chören im Speziellen. Das spiegelte sich ganz deutlich in den Grußworten des stellvertretenden Ortsvorsteher Martin Lambert und von Landrat Theophil Gallo wider. Lambert freute sich über das Treffen in „seinem“ Kirrberg, zeige es ein kleines Stück mehr Normalität, die gerade umso wertvoller erscheine. Es zeige sich auch, dass wir mehr „Wir“ brauchen, weniger „Ich“ führte Lambert weiter aus. Die Gesangvereine seien ein Vorbild für die Gesellschaft, weil sie Gemeinschaft und Zusammenhalt vorlebten, auch wenn derzeit keine Konzerte, keine Auftritte und noch keine Proben stattfänden.

Landrat Gallo sagte: „Abstand, Mundschutz und Händewaschen sind nach wie vor oberstes Gebot, um der Heimtücke des Virus’ zu begegnen. Es gibt einfach noch zu wenige Erkenntnisse über diesen Erreger, geschweige denn einen Impfstoff.“ Risikofaktor sei der Mensch selbst, gebe es doch immer wieder solche, die auf Corona mit Ignoranz reagierten. In enger Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut und der Landesregierung Saar erstellt, gilt nun auch eine Verordnung für die Chöre und Musikvereine.

Der wichtigste Satz von Gallo: Es sind unter bestimmten Voraussetzungen wieder Chorproben möglich. Sowohl im Freien als auch in Räumen müssen zum Beispiel drei Meter Abstand eingehalten, Mundschutz bis zum zugewiesenen Platz getragen, Anwesenheitslisten geführt und Desinfektionsmittel bereitgestellt werden. Ohne bestimmte Personenanzahl. So lauten einige Eckpunkte in der Verordnung. Ferner muss die zuständige örtliche Behörde über die Proben informiert werden. Trotz dieser Auflagen zauberte diese Nachricht allen Anwesenden ein Lächeln ins Gesicht.

Weiter in der Tagesordnung ging es mit der Bekanntgabe der Preisträger der Chorprämie, die alle zwei Jahre vergeben wird. Es gab sechs Bewerber, die Entscheidung traf ein neutrales Gremium Anfang des Jahres. Insgesamt vier Preisträger wurden nun vom Vorsitzenden Frank Vendulet verlesen: Der erste Platz geht an den Kinderchor „Die Kunterbunten Oberbexbach“. Platz zwei erringt der Chor Sing ’n’ Swing Bruchhof. Auf Platz drei kommt der MGV Höchen, auf Platz vier der Kinderchor Korlores Herbitzheim.

„Ebenfalls erfolgreich waren wir selbst, also der KCV Homburg mit seiner eigenen Bewerbung bei der Chorprämie.“ führte Vendulet aus. Und zwar mit der Veranstaltung „Open Air Bex“ im Bexbacher Blumengarten im vergangenen Jahr. Die Zusammenarbeit des Projektchores – darin versammelt: diverse Vereine aus dem Kreis – mit der Pfarrkapelle Kirrberg, dem Esemble „Lumes“ mit jetzigen und ehemaligen Sängern aus dem Landesjugendchor und dem SR habe hervorragend funktioniert. Genauso überzeugte mit ihrer Klavierbegleitung die junge Pianistin Marie Luise Liebel die Chöre, Musiker und natürlich das Publikum. Zudem war dieser Event nicht nur ausverkauft und kam bei den Zuhörern sehr gut an, sondern es wurden die Seniorenheime der Arbeiterwohlfahrt Bexbach und der Awo Furpach einbezogen. Deren Bewohner und Pfleger bekamen einen Extra-Bereich an der Bühne, konnten so das Konzert miterleben. Zweitens hatte David Schwarz von den „Rusty Teenspoons“ seine Mitstreiter aus dem Chor mobilisiert und organisierte den allgemeinen Getränkestand. Diese Verbindung von Jung und Alt habe zum positiven Urteil der Jury geführt.

In den Berichten des Vorsitzenden Vendulet und des Kreis-Chorleiters zeigte sich der volle Terminkalender der vergangenen zwei Jahre 2018/19. Umso trauriger waren und sind die Aussichten für 2020: Sämtliche Veranstaltungen sind abgesagt. Das traf alle sehr hart mit dem Lockdown im März diesen Jahres. Betroffen davon war zum Beispiel auch den Verbandstag, der am 26. September 2020 nachgeholt werden soll, der Ort wird noch bekannt gegeben. Ebenfalls fällt die geplante Großveranstaltung Sing City in St. Wendel flach. In weiterer Zukunft im Jahr 2023 steht das 100-jährige Bestehen des KCV Homburg an, so Vendulet.

Gegen Ende der Versammlung bedankte sich Frank Vendulet für die Arbeit im Kreis bei Elke Schneider (15 Jahre), Doris Günther (sechs Jahre) und Katja Allinger (zwei Jahre), die auf eigenen Wunsch den Vorstand verlassen haben und nicht mehr zur Wahl standen.