Portal zum Ersten Weltkrieg

Der Verein für Landeskunde im Saarland (VLS) mit Sitz in Schiffweiler und das Institut für geschichtliche Landeskunde (IGL) an der Universität Mainz beginnen ein gemeinsames Projekt zum Ersten Weltkrieg.

. Die Nachbarländer Saarland und Rheinland-Pfalz rücken so bei der regionalhistorischen Forschung näher zusammen, erklärt der Vereinsvorsitzende Friedrich Denne in einer Pressemitteilung. Das saarländische Kulturministerium habe dem Verein für Landeskunde Geld bewilligt, um mit dem Mainzer Institut das Internetportal "Der Erste Weltkrieg im heutigen Saarland" zu erstellen.

Anlässlich des 100. Gedenkens an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges arbeitet das IGL bereits seit 2013 an dem Forschungsvorhaben "Der Erste Weltkrieg in Rheinland-Pfalz".

Dabei wurden insbesondere die regionalen Auswirkungen und Folgen des Weltkrieges von 1914 bis 1918 an der Heimatfront aufgearbeitet und damit eine Forschungslücke geschlossen. Im Rahmen dessen ist nicht nur das Internetportal www.erster-weltkrieg-rlp.de und eine Tafelausstellung zur Thematik entstanden, sondern es ist in Kooperation mit dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz (PL) auch eine didaktische Handreichung für den Einsatz im Unterricht erstellt worden.

"Es ist als Erfolg und positive Resonanz auf unser Projekt zu werten, dass sich das Saarland nun entschlossen hat, auch seine Geschichte in diesem Krieg vom unserem Institut wissenschaftlich erschließen zu lassen", so der IGL-Geschäftsführer Dr. Kai-Michael Sprenger. Mit dem Verein für Landeskunde im Saarland wird man in den nächsten zwei Jahren zum Untersuchungsgegenstand forschen und die Ergebnisse sowohl für die Wissenschaft als auch die breite Öffentlichkeit frei zugänglich im Internet präsentieren.

"Das ist ein erster Schritt, aber wir können uns gut vorstellen, auch an anderer Stelle stärker mit dem IGL zusammenarbeiten", so der Vorsitzende des VLS, Friedrich Denne. Zunächst werden alle Organisationen, die an der Erforschung der saarländischen Geschichte beteiligt sind, etwa die Universität, die Kommission für saarländische Landesgeschichte, der Saarländische Museumsverband (SMV) sowie andere regionalhistorische Verbände und Vereine im Rahmen einer Präsentation über das Projekt informiert.

Die Auftaktveranstaltung findet am Mittwoch, 13. April, 17 Uhr, in der VHS Saarbrücken, Altes Rathaus Alt-Saarbrücken, Saal 13, statt. Der VLS lädt alle Interessenten, die sich an dem neuen Vorhaben beteiligen wollen, herzlich ein.

Grundziel des Vereins für Landeskunde ist es, das Interesse für die Heimatgeschichte zu wecken, ihre wissenschaftliche Erforschung zu pflegen und zu publizieren, Kulturwerte sammeln und die Denkmalpflege zu fördern. Der Verein steht nach seiner Satzung allen Interessierten offen, die sich mit der Landeskunde beschäftigen oder die sich für ein bestimmtes Themengebiet aus den Vorträgen interessieren.

Weitere Informationen über den Verein und sein Wirken sind unter Telefon (0 68 21) 96 21 56 oder (01 77) 2 53 21 42 erhältlich.

Bei der Mitgliederversammlung des VLS in Landsweiler-Reden wurde der Landesvorstand bestätigt. Er wird in den nächsten drei Jahren weiter von Friedrich Denne aus Schiffweiler geführt. Ihm stehen zur Seite Peter Kirsch, Merchweiler, und Günter Haab aus Oberthal als Stellvertreter, Jutta Winter aus Bliesmengen-Bolchen als Schatzmeisterin. Neu hinzugekommen sind Rolf Dindorf aus Kaiserslautern als Schriftführer und Jörg Künzer aus Blieskastel als sein Stellvertreter.

Die Versammlung beschloss weiter, die örtlichen Kernkompetenzen des Vereins zu erweitern. Der VLS firmiert ab sofort mit der Zusatzbezeichnung "Verband der geschichtlichen Organisationen in der europäischen Großregion Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen, Luxemburg und Wallonien". Hintergrund sind die Mitgliedschaften zehn französischer und luxemburgischer Geschichtsorganisationen im VLS, der zurzeit neben seinem Einzelmitgliederbestand 67 Verbände, Vereine und Organisationen umfasst.

landeskunde-saarland.de

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