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Polizei ermittelt: Schulabschlussfeier in Homburg eskaliert

Polizei ermittelt : Feier auf Gelände von Homburger Gymnasium eskaliert

Sachbeschädigungen, Schmierereien mit Kot und wohl massive Verstöße gegen die Corona-Regeln: Auf dem Gelände des Gymnasiums Johanneum ist am Wochenende eine Feier eskaliert. Johanneums-Schüler waren nach Aussage des Schulleiters nicht dabei.

Nach dem Autokorso von Abiturientinnen und Abiturienten rund um das Mannlich-Gymnasium, der am Freitag von der Polizei gestoppt werden musste (wir berichteten), gibt es nun in Homburg eine weitere Feier mit bitterem Nachgeschmack.

So ist am Wochenende eine Schulabschlussfeier auf dem Gelände des Gymnasiums Johanneum wohl kräftig aus dem Ruder gelaufen. Wie die Polizei mitteilt, feierten zwischen Freitag, 17 Uhr, und Samstag Nacht, vermutlich Abschlussklassen verschiedener Schulen das Ende ihrer Schulzeit. Der Schulleiter am Gymnasium Johanneum, Oliver Schales, hatte den Dreck am Samstag Vormittag selbst entdeckt und war entsetzt: „Ich habe sofort die Polizei gerufen“.

Im Rahmen der turbulenten Feierlichkeiten, bei denen wohl auch massiv gegen die Corona-Regeln verstoßen wurde, sei es auch zu Sachbeschädigungen auf dem Schulgelände gekommen, informiert die Polizei weiter. Auch Berge von Müll seien hinterlassen worden, die Toiletten seien mit Kot verschmiert worden. Es sei ein „übler Anblick“ gewesen, so die Polizei. 

Wie Schulleiter Oliver Schales betont, hätten sich an dieser Feier keinesfalls Schülerinnen und Schüler des Johanneums beteiligt, ganz im Gegenteil: „Während andere Schüler schon feierten, hatten unsere Abiturklassen am Freitag Unterricht bis um 15 Uhr.“ Von einer Fete sei nie die Rede gewesen. 

Statt dessen hätten sich am Samstag auf seine Bitte hin mehrere Abiturienten freiwillig gemeldet, um dabei zu helfen, „die Sauerei wegzumachen.“ Überall auf dem Gelände sei der Unrat verteilt gewesen, die Toiletten seien in einem widerwärtigen Zustand vorgefunden worden: „Ich schäme mich da vor unseren Reinigungskräften“, so Schulleiter Schales.

Er sei „völlig empört“, dass es nun in der Öffentlichkeit so rüberkäme, dass „unsere Schülerinnen und Schüler diesen Dreck mit angerichtet hätten. Das ist überhaupt nicht wahr, ich werde mich dagegen mit anwaltlicher Hilfe verwahren.“ 

Es sei vielmehr  ein ständiges Problem, dass das großflächige Gelände des Gymnasiums naturnahe angelegt ist und man dort ungestört eindringen kann,  „wir haben ständig Probleme mit Leuten, die bei uns Dreck machen“, so Schales. Vor Jahren sei auch schon zweimal von Unbekannten die Pfadfinder-Hütte angezündet worden.

Was bei der Aufklärung helfen wird:  Wie die Polizei informiert, hätten sich die Schülerinnen und Schüler bei der „Feier“ mehrfach mit dem Handy gefilmt. Einige dieser Aufnahmen liegen der Polizei vor und werden derzeit ausgewertet. > Weiterer Bericht folgt

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Homburg unter Telefon (0 68 41) 10 60 in Verbindung zu setze