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Pfarrei Heilig Kreuz Homburg: Arbeitsgruppe zur Erprobung neuer Leitungsmodelle gestartet

Homburg/Speyer : Modellprojekt in der Pfarrei Heilig Kreuz ist angelaufen

Als Priester wird Andreas Jacob im Leitungsteam in Homburg mitwirken. Verwaltungs- und kirchenrechtliche Fragen müssen noch geklärt werden.

Dass die Struktur des Leitungsteam der katholischen Pfarrei Heilig Kreuz in Homburg nach dem Ausscheiden von Markus Hary zum Jahresende 2019 geändert wird, das hatte Generalvikar Andreas Sturm bereits Anfang Februar auf Anfrage unserer Zeitung erläutert. Doch einige Details und vor allem Personalien waren damals noch unklar. Inzwischen weiß man mehr. Dazu teilt das Bistum Speyer jetzt weitere Neuigkeiten mit.

Die Arbeitsgruppe zur Erprobung neuer Leitungsmodelle in den Pfarreien habe am Freitag, 14. Februar, erstmals getagt. Generalvikar Andreas Sturm habe der Gruppe die Aufgabe übertragen, die Pfarrei Heilig Kreuz in Homburg als Pilot-Pfarrei zu begleiten und zu prüfen, wie die in Homburg gemachten Lernerfahrungen im Anschluss daran für das gesamte Bistum und für weitere Pfarreien fruchtbar gemacht werden können.

„Die Leitung auf Augenhöhe und im Team von hauptamtlichen pastoralen Mitarbeitern und ehrenamtlich Engagierten soll in Homburg exemplarisch erprobt werden“, so der Auftrag von Generalvikar Andreas Sturm. Damit mache sich das Bistum auf den Weg, sein Seelsorgekonzept mit dem Titel „Der Geist ist es, der lebendig macht“ konsequent weiterzuführen und die „ermöglichende Leitung“ als einen Grundpfeiler des Konzeptes in die Praxis umzusetzen, heißt es in der Pressemitteilung aus Speyer. „Ermöglichende Leitung“ im Sinn des Seelsorgekonzeptes meine die Verbindung von „verantwortlicher Leitung mit verantwortlicher Partizipation“. In der Kirche ist „Partizipation nicht das Ergebnis von Erlaubnis, sondern die konsequente Verwirklichung des gemeinsamen Priestertums aller Gläubigen. Sie folgt aus der Grundauffassung, dass jeder Mensch dazu ermächtigt ist, sein Leben, auch sein geistliches Leben, selbst zu steuern und zu gestalten“, wird dazu im Seelsorgekonzept ausgeführt.

Wie die Leitung im Team praktisch ausgestaltet werden könne, müsse in der Arbeitsgruppe bis zum ersten Advent dieses Jahres beantwortet werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Denn mit Beginn des neuen Kirchenjahres solle das neue Pfarrleitungsteam seine Aufgabe aufnehmen. Viele Einzelaspekte pastoraler, verwaltungsrechtlicher und kirchenrechtlicher Art müssten bis dahin geprüft und geklärt werden.

Vonseiten der Hauptamtlichen würden Gemeindereferent Frank Klaproth, Pastoralreferent Stefan Pappon und Diakon Michael Becker in dem neuen Team mitarbeiten. Ordinariatsdirektorin Christine Lambrich habe zum Start der Arbeitsgruppe jetzt bekannt gegeben, dass als Priester Andreas Jacob mit dabei sein werde. Die Katholiken der Pfarrei Heilig Kreuz stünden nun bis zum Sommer vor der Aufgabe, zwei Ehrenamtliche für das Pfarrleitungsteam zu benennen.

Damit das neue Leitungsmodell „Leitung im Team“ Ende des Jahres gut starten kann, habe man bei der Zusammenstellung der Arbeitsgruppe darauf geachtet, möglichst viele Kompetenzen zu versammeln. So werde das Vorhaben von den Gemeindeberatern Artur Kessler und Klaus Scheunig begleitet. Mit dabei seien Vertreter der pastoralen Berufsgruppen: Gemeindereferentin Marina Hilzendegen, Diakon Michael Ganster, Pastoralreferentin Katja Kirsch und Dekan Eric Klein. Für den Katholikenrat wirke Gabi Kemper mit. Ebenfalls mit dabei seien die Personalchefin des Bischöflichen Ordinariats, Ordinariatsdirektorin Christine Lambrich, Kanzleidirektor Wolfgang Jochim und der Direktor für Kirchenrecht Christian Huber.

Die Pfarrei Heilig Kreuz Homburg werde vertreten durch Hubertus Heinz (Pfarreirat), Werner-Josef Meyer (Verwaltungsrat) und durch Delegierte aus dem Pastoralteam. Die Leitung der Arbeitsgruppe habe Generalvikar Sturm Thomas Kiefer, Abteilungsleiter in der Hauptabteilung Seelsorge, übertragen. Bei der Diözesanversammlung, die vom 13. bis 14. November 2020 tagen wird, wird die Arbeitsgruppe ihren Bericht mit konkreten Ergebnisse vorlegen, heißt es in der Speyerer Mitteilung abschließend.