1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. Homburg

Pfälzerwald-Verein Homburg zeichnete eifrige Wanderer aus

Ehrungen bei Homburger Wanderern : Pfälzerwäldler haben mit der Kehrberghütte eine neue Heimat

Das Winterfest des Pfälzerwald-Vereins Homburg hat bereits eine feste Tradition. In der gut besuchten Kehrberghütte wurden die Mitglieder geehrt, die im vergangenen Jahr an mindestens neun Wanderveranstaltungen der Ortsgruppe dokumentiert teilgenommen hatten.

Bereits das 47. goldene Wanderabzeichen erhielt Margarete Schmid, ihr folgte mit 46 Auszeichnungen Renate Wetzel. Der Vereinsvorsitzende Herbert Keller konnte diese Urkunde zum 25. Mal erwandern. Für Margarethe Gaa war es das 14. goldene Wanderabzeichen. Auf mittlerweile sieben Auszeichnungen bringt es Ursula Nuss. Bislang einmal weniger wurde Ursula Geiger geehrt. Siegrid Jung durfte sich über ihre insgesamt vierte Ehrung freuen. Gerade einmal weniger gehörte Jürgen Stenger zu den Ausgezeichneten. Ebenfalls das dritte goldene Wanderabzeichen wurde Annemarie Decker überreicht. Und für Giesela Donnevert war es dieses Mal beim Pfälzerwald-Verein im Rahmen dieser Wanderehrung die Premiere.

Der 64-jährige Vereinsvorsitzende Herbert Keller ist bereits seit 2006 in diesem Amt tätig. Derzeit gibt es 180 Familienmitgliedschaften, sodass man insgesamt auf mehrere hundert Vereinsangehörige kommt. Aufgrund der zentralen Lage zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland kämen über 50 Prozent der Mitglieder aus der Pfalz – mit Sicherheit eine Ausnahme in der saarländischen Vereinslandschaft. „Wir bieten im Jahr zwischen 25 und 30 Wanderungen an. Außerdem gibt es unter anderem das Winterfest und den Waldweihnachtsmarkt. Im Rahmen der Bierwanderung werden wir hier an der Kehrberghütte einen Stand aufbauen. Weiterhin beteiligen wir uns an Veranstaltungen von benachbarten Vereinen“, erklärte Keller. Dazu gehörten nicht nur Pfälzerwald-Vereine.

Der Waldweihnachtsmarkt markierte beim bislang für den Verein einschneidendsten Erlebnis so etwas wie ein Neuanfang. „Als unsere Hütte im Jahr 2010 abgebrannt ist, hatten wir diesen Waldweihnachtsmarkt ins Leben gerufen. Die Premiere fand quasi in den Trümmern der früheren Hütte statt. Eigentlich sollte er nur alle zwei Jahre gefeiert werden, doch drumherum war der Zuspruch so groß, dass wir ihn jedes Jahr veranstalten“, sagte der Vorsitzende. In diesem Jahr freut man sich beim Pfälzerwald-Verein Homburg unter anderem im Juli auf eine Mehrtagesfahrt in den Harz. „Diese größere Fahrt war in der letzten Zeit etwas eingeschlafen. Dieses Mal versuchen wir es noch einmal gemeinschaftlich mit anderen Ortsgruppen wie Schönenberg-Kübelberg und so weiter. Und heute beim Winterfest werden auch die Hüttendienstler hervorgehoben. Es ist ein gemütliches Beisammensein. Vorher hatten wir immer noch eine Tombola, aber diesbezüglich fehlen nun die Sponsoren“, berichtete Keller. Dafür gab es aber für die Mitglieder einige von einem Unternehmen bereitgestellte Präsente.

Der Vorsitzende stellte im Gespräch mit unserer Zeitung auch noch einmal klar, dass die Heimat seit dem Wiederaufbau den Namen Kehrberghütte trägt. „Die frühere Gustav-Köhler-Hütte war ja 2010 abgebrannt. Dann hat die Hütte einen neuen Namen bekommen, da sie im Volksmund bereits immer die Kehrberghütte war. Hier lässt es sich wohlfühlen, unsere Hütte wird sehr gut besucht. So schlimm damals auch alles mit dieser Brandstiftung war, haben wir seit dieser Zeit hier oben Strom und Wasser“, betonte Herbert Keller.