Kostenpflichtiger Inhalt: Weiberfastnacht : Wo Süßigkeiten und Prinzen feiern

Gut 2800 Menschen tobten sich an Weiberfastnacht bei zwei zentralen Partys bis in den frühen Morgen aus. Jede Menge gute Stimmung und Livemusik gab’s im Saalbau und im Erbacher Sportzentrum.

Partystimmung hoch zwei hieß es am Donnerstagabend in Homburg. Denn es gab gleich zwei richtig große Partys: So wurde die Weiberfastnacht zum einen im Sportzentrum Erbach gefeiert. Zweite Partyadresse war der Homburger Saalbau samt dem Hemingway’s, das ja bekanntlich in demselben Gebäude untergebracht ist. Hier wie da wurde dann auch bis weit nach Mitternacht gefeiert und getanzt. Dazu hatte man sich jeweils Bands eingeladen, die mit der passenden Musik einheizten. Insgesamt gut 2800 Besucher kamen so  am fetten Donnerstag in Erbach und der Stadtmitte auf ihre Kosten und ließen sich ins närrische Treiben fallen.

Im Saalbau wurde die mittlerweile zehnte Auflage der großen Sause zur Fastnacht präsentiert. Gleich zu vier Partys wurde hier eingeladen. Im großen Saal heizten die Bands Elliot und Take Five ein. Zu Klängen von Discomusik aus den 70er Jahren wurde im Hemmingway’s getanzt. Und das zweite Obergeschoss war fest im Griff beliebter Stimmungshits aus der Welt des Schlagers. In der Galerie war schließlich Hütten-Gaudi angesagt. Der Popsänger Markus Mörl – schlicht bekannt als Markus und groß geworden mit Hits wie „Kleine Taschenlampe brenn’ “ oder „Ich will Spaß“ – stand hier mit seiner Partnerin Yvonne König vor dem närrischen Publikum – und sie tischten kräftig auf mit Hits der „Neuen Deutschen Welle“. Wer also durch den Saalbau wanderte, hatte die musikalische Auswahl.

„Für jeden Geschmack ist die richtige Stimmungsmusik dabei. Es wurde großer Wert auf ein breites Angebot gelegt“, sagte dann auch  Martin Hartmann, der Leiter und Gitarrist der Kirkel-Altstadter Band Take Five. Die Veranstaltung an Weiberfastnachtstag im Saalbau war natürlich auch ein „Schaulaufen“ der Kostümierung in allen Facetten. Besonders beliebt waren Gruppen in einheitlichem Fastnachtsoutfit. Claudia Bodmer, Eva Bieder, Regine Kobeluhn und Anja Kratz zeigten sich als Einhörner – einer der Trends in der Welt der Fastnachtsverkleidungen. Aus Althornbach kamen fünf fröhliche Feierwütige – und zwar als „Kinder-Schokobons“.  Man esse diese Süßigkeit einfach gerne, sagte Jasmine, die zu dieser Freundesgruppe gehört. Da war es dann nicht weit zur Idee, sich  als „Bonbons“ in die Fastnachtstage zu stürzen. Gut 1000 Besucher ließen es sich im Saalbau bei der Weiberfastnacht gut  gehen und feierten hier bis nach 3 Uhr am Morgen.

 Eine gute halbe Stunde entfernt waren auch im Erbacher Sportzentrum diverse Verkleidungen auszumachen: Krokodil, Bär, Kaninchen, Bauarbeiter und vieles mehr.

David Martini und Diego Cecchelero hatten sich in ihren Soldatenlook geschmissen. Maurizio Stenger wiederum trat mit von Schulterpads breit gepolstertem Oberkörper als Footballer in die Partynacht. „Früher habe ich in Homburg Football bei den Steelers gespielt“, so seine Erklärung zum sportlichen Auftritt.

Ein echtes Prinzenpaar war übrigens in Erbach bei der Weiberfastnacht auch dabei. Janine Fixemer und Tobias Roth, die in dieser Karnevalssession als Prinzessin Janine I und Prinz Tobias II. für die Burgnarren Kirkel im Einsatz sind, nahmen sich am Donnerstagabend sozusagen eine Auszeit und feierten  ohne offiziellen Auftrag. „Unsere Terminliste ist fast abgearbeitet. Nur noch am Sonntag sind wir beide in Rohrbach offiziell dabei“, so Prinz Tobias.

 Unterdessen ging es in der großen Halle des Sportzentrums hoch her. Die Veranstalter SSV Erbach und SG Erbach hatten die beiden Bands Firma Holunder und Paragon verpflichtet. An zwei riesigen Theken gab es die passenden alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränke. Damit der Magen nicht leer blieb, waren großen Verkaufsstände vor der Halle aufgebaut worden.

Michael Burgard, Vorstandsmitglied des SSV Erbach, zeigte sich mit der Besucherzahl mehr als zufrieden. „Schon im Vorverkauf hatten wir 1650 Karten abgesetzt.“ Mit dem Ticketverkauf am Abend kamen rund 1800 zur Weiberfastnacht nach Erbach.

Auch im Erbacher Sportzentrum wurde gefeiert. Dabei traf sich das Partyvolk auf der Tanzfläche ebenso wie an den großen Theken. . Foto: Markus Hagen

„Ohne unsere vielen fleißigen Helfer ist eine solch große Veranstaltung nicht zu stemmen“, dankte Burgard allen Mitgliedern vor und hinter den Kulissen. Denn ohne die wird’s nichts mit der Party. 60 Helfer hatte der SSV Erbach als federführender Verein der Veranstaltung im Einsatz. Unterstützung kam vom Nachbarclub SG Erbach mit gut 30 Mitarbeitern.  Sie alle sorgten dafür, dass der närrische Partyabend zum Erfolg wurde.