Papiertüte statt Kunststoffbeutel

Papiertüte statt Kunststoffbeutel

Aus Hygienegründen wird Bioabfall in Haushalten oft in Plastiktüten gesammelt und dann leider auch samt Tüte in die Biotonne geworfen. Kunststoffe können aber bei der Kompostierung oder Vergärung nicht abgebaut werden, was zwangsläufig zu einer Verunreinigung des Kompostes führt.

Darauf macht die Stadtverwaltung Homburg aufmerksam.

Auch biologisch abbaubare Kunststoffbeutel sind bislang noch keine befriedigende Alternative, denn sie benötigen zu viel Zeit zum Verrotten, so dass sie die Kompostierungsprozesse stören, heißt es weiter.

Darüber hinaus unterscheiden sich abbaubare Kunststoffbeutel optisch nicht ausreichend von "normalen" Plastiktüten. So ist es den Mitarbeitern der Verwertungsanlagen bei der Anlieferung auch nicht möglich zu erkennen, um welches Material es sich handelt. Daher müssen alle Plastiktüten unter großem Aufwand aussortiert werden, um gewährleisten zu können, dass der Verbraucher als Ergebnis der Kompostierung ein hochwertiges unverfälschtes Naturprodukt erhält.

Ideal ist es, Bioabfälle eingewickelt in Zeitungspapier oder Papiertüten in die Biotonne einzufüllen. So fallen die Aufbereitungskosten geringer aus und es kann ein Kompost bester Qualität hergestellt werden.

Für den Fall, dass im Winter die Biotonne nicht geleert werden konnte und entsprechende Ausweichkapazitäten benötigt werden, können Kartons von handlicher Größe mit Bioabfall befüllt und neben der Biotonne bereitgestellt werden. Wenn der Inhalt der Biotonnen wegen des hohen Feuchtigkeitsgehaltes im Winter einfriert, können die Behälter manchmal nicht oder nur teilweise entleert werden. Festgefrorener Bioabfall sollte daher nach Möglichkeit am Entleerungstag mit einem Stock von der Tonnenwand gelöst werden. Hilfreich ist es, die Biotonne vor dem Befüllen mit einigen Lagen zerknülltem Zeitungspapier auszulegen.