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Organspende
Vortragsabend über die Organspende

 Ein Styropor-Behälter zum Transport von zur Transplantation vorgesehenen Organen wird am Eingang eines OP-Saales vorbeigetragen. 
Ein Styropor-Behälter zum Transport von zur Transplantation vorgesehenen Organen wird am Eingang eines OP-Saales vorbeigetragen.  FOTO: dpa / Soeren Stache
Homburg. Am Donnerstag, 31. Januar,  veranstaltet die Paul-Fritsche-Stiftung Wissenschaftliches Forum einen Vortrags- und Informationsabend mit Susanne Brehmer, Anne-Bärbel Blaes-Eise, Professor  Urban Sester, Klinik für Innere Medizin IV, und Professor Ralf Ketter, Klinik für Neurochirurgie, zum Thema „Organspende“. red

Die Veranstaltung findet um 18:15 Uhr im Hörsaal der Medizinischen Biochemie (Gebäude 45) am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg statt. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind zur Teilnahme  eingeladen.


Der Weg Deutschlands zu einer rechtlichen Regelung von Organentnahmen war lang und schwierig. Erst 1997 – 43 Jahre nach der ersten erfolgreichen Verpflanzung einer Niere im Jahre 1954 in den USA – wurde das bisher geltende Transplantationsgesetz verabschiedet. Ihm folgend ist die Organentnahme bei Toten (postmortale Organspende) gestattet, wenn der endgültige, irreversible Ausfall sämtlicher Hirnfunktionen (Hirntod) eindeutig nachgewiesen ist und der Betreffende zu Lebzeiten (oder statt seiner ein Angehöriger) der Organentnahme zugestimmt hat.

Jegliche Form von Organhandel ist verboten. Viele Menschen sehen die Organspende als Therapiemöglichkeit für Schwerstkranke. Sie tun das aber nicht aktiv (etwa durch Ausfüllen eines Organspende- Ausweises) kund und können deshalb nicht als Organspender erkannt werden. Ein jeder sollte auch überlegen, wie er die Organspende und die Transplantationsmedizin sieht, wenn er nicht in der Rolle des potentiellen Spenders, sondern als möglicher Organempfänger fungiert.



Unter dem Thema „Schenken über den Tod hinaus“ werden im Rahmen der Paul Fritsche Stiftung Wissenschaftliches Forum verschiedene Aspekte der Organspende angesprochen.