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Ordnungshüter waren über Ostern in Homburg, Bexbach, Kirkel unterwegs

Kostenpflichtiger Inhalt: Das Oster-Wochenende in Homburg, Bexbach und Kirkel : Die meisten hielten sich an die Regeln

In Homburg und Kirkel wurden wegen der Corona-Beschränkungen Ausflugs-Parkplätze und Wege gesperrt. Auch wenn es ein paar Ausrutscher gab, insgesamt verlief das Osterwochenende laut Stadt ohne „relevante Vorkommnisse“.

Wie würden die Menschen am von Corona geprägten Osterwochenende mit den Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverboten umgehen? Diese Frage hatten sich Ende der vergangenen Woche viele gestellt. Vier Tage frei, angekündigtes Frühlingswetter und dann: Keinen Besuch empfangen dürfen, die Verwandtschaft nicht sehen können, nur aus triftigen Gründen vor die Tür. Allen Verantwortlichen war da klar, dass hier durchaus viel von den Menschen verlangt wurde.

Was man mit Sicherheit annehmen darf: Im privaten Rahmen wurde zweifellos nicht immer das eingehalten, was die gültige Allgemeinverfügung und die Auflagen eigentlich vorgaben – so mancher Osterkaffee wurde dann doch im Kreis von Verwandten und Freunden gefeiert.

In der Öffentlichkeit hingegen konnte man deutlich an den vergangenen Tagen spüren, dass die Mehrheit der Menschen inzwischen begriffen hat, dass die eigene Zurückhaltung und Rücksichtnahme eben den Schutz Dritter bedeutet. Das wurde schon am Einkaufs-Karsamstag deutlich. Viele, die dort für das große Fest die Taschen füllten, waren mit Gesichtsmasken unterwegs. In den größeren Geschäften wie Baumärkten und Discountern/Lebensmittel-Ketten galt es zudem zwingend, einen Einkaufswagen als „Abstandshalter“ zu benutzen, ganz unabhängig vom erwartbaren Einkaufsvolumen. Dass das einigen wenigen nicht einleuchtete, das gehört zu den eher negativen Oster-Erscheinungen. Dass zudem Uneinsichtige, es waren allerdings wirklich nicht viele, mit dem Sicherheitspersonal an den Eingangstüren dann noch unnötige Diskussionen führten, das war schlicht dämlich.

Für die Mitarbeiter der Ortspolizeibehörden und die Beamten der Landespolizei standen vor allem der Ostersonntag und der Ostermontag im Fokus, die klassischen Oster-Ausflugstage. Hier hatte man am vorvergangenen Wochenende schon einige Erfahrungswerte sammeln können und hatte sich entsprechend vorbereitet. So sperrte Homburg schon ab Karfreitag die Ausflugsparkplätze im Naherholungsgebiet Jägersburg, Teilbereiche der Parkzonen auf dem Schlossberg und den Parkplatz Brunnenstraße/Altes Freibad/Stadtpark. Die Gemeinde Kirkel ihrerseits hatte, nach unzulässig großem Ansturm, der Tafeltour, dem Felsenpfad und den Kletterfelsen im Kirkeler Wald einen Riegel vorgeschoben.

Machte man sich an den beiden Tagen nun selbst ein Bild von der Lage, dann war dieses Bild in kleinen Bereichen doch etwas unscharf. Beispiel Jägersburg: Hier waren zwar eben die offiziellen Parkflächen gesperrt, doch wo ein Wille ist, da ist vor allem für Auswärtige scheinbar immer ein Weg und ein nicht ganz so offizieller Parkplatz. Tatsächlich wurde hier dann schlicht an der Straße geparkt. Trotzdem schienen die Absperrungen eine Wirkung gezeigt zu haben – am Ostersonntag hielt sich das Besucheraufkommen am Jägersburger Brückweiher zumindest gefühlt sehr in Grenzen. Ob diese gefühlte Lage mit Fokus auf den größten Anziehungspunkt, den Brückweiher, allerdings darüber hinaus auch für das gesamte Naherholungsgebiet gelten darf, das ließ sich vor Ort nicht feststellen.

Nicht so ganz klar dürfte auch sein, ob das Schneiden von Blumen an einem dafür gewerblich genutzten Feld an der Kaiserstraße bei Limbach nun zu den „zwingenden Gründen“ gehört, die als Grund für ein Verlassen des eigenen Zuhauses zulässig sind. Genau dort bildete sich am Samstagnachmittag ein kleiner „Ausflugshotspot“. Allerdings stellt sich hier auch die Frage wie man einen quasi Gewerbebetrieb für Besucherverkehr überwacht, der keine Öffnungszeiten, kein Personal und auch sonst keine der üblichen Gewerbeauflagen kennt. Immerhin und grundsätzlich: Viel Fahrzeugverkehr auf vier oder motorisierten zwei Rädern war am Osterwochenende nicht unterwegs, dafür schlug die Stunde der Fahrradfahrer und Spaziergänger.

Vieles von der so beschriebenen, leichten Unschärfe dürfte wohl auch daran liegen, dass sich die vorgegebenen Einschränkungen auf dem Papier zwar klar lesen, oft aber doch in ihrer Konsequenz diskutabel sind – und so für Unsicherheit sorgen. Nur als Beispiel genannt: Was gilt noch als zulässiger Spaziergang, was als Ausflug? Vor diesem Hintergrund von einigen Uneindeutigkeiten durfte man auf das vorläufige Zwischen-Fazit der Homburger Ortspolizeibehörde am Montagmittag gespannt sein. Hier konnte Stadt-Pressesprecher Jürgen Kruthoff Gutes vermelden. „Es gab keine relevanten Vorkommnisse. Die Menschen haben sich sehr diszipliniert verhalten – und trotzdem hoffentlich ein schönes Osterfest verbracht.“