Orchestermusik mit Partnerkapelle

Homburg. Nein, diesem Abend im Homburger Forum mangelte es wahrlich nicht an bemerkenswerten Momenten

Homburg. Nein, diesem Abend im Homburger Forum mangelte es wahrlich nicht an bemerkenswerten Momenten. Zum wiederholten Mal hatte die Stadt Homburg zu einem Partnerschaftskonzert der Stadtkapelle Homburg und des Orchestre d' Harmonie de La Baule, diesmal zu Gunsten eines Projektes am Homburger Universitätsklinikum, eingeladen - und wer sich am Sonntag für einen Besuch dieser Benefiz-Veranstaltung entschieden hatte, der sollte es nicht bereuen. Unter der Leitung von Marc Stutz-Boukouya (Stadtkapelle) und Jean-Christoph Ferreaux (Orchester d' Harmonie de La Baule) stand Modernes und Unterhaltsames auf dem Spielplan: "Europa" von Carlos Santana mit Marek Polak an der Gitarre, der Whitney Houston-Klassiker "One moment in time" oder auch das Muppet Show Theme - die Musiker hatten sich einiges vorgenommen. Dass dabei die französische Seite dieses Partnerschaftskonzertes aufgrund des Streikes in Frankreich eine längere und aufwendigere Reise hinter sich bringen musste, mit dem Zug statt mit dem Flugzeug, gab dem Abend einen noch abenteuerlicheren Charakter. Denn: Große Proben war nicht möglich. Doch für Marc Stutz-Boukouya, seit fünf Jahren Chef der Stadtkapelle Homburg, war dies eher eine spannende Herausforderung. "Das ist manchmal volles Risiko. Aber das ist toll. Es gibt Momente, in denen man die Musik bis ins kleinste Detail üben muss. Aber es gibt eben auch Ereignisse wie heute, wo es 'auf die Schnelle' gemacht werden muss. Das führt zu einer großen Konzentration auf der Bühne, gerade wenn man diese Stücke nicht unendlich lang geübt hat. Das hat Magie." Und diese Magie zauberte am Sonntagabend ein wunderbares Licht auf die deutsch-französische Partnerschaft zwischen Homburg und La Baule, für Peter Rothgerber, den Partnerschaftsbeauftragten der Stadt, ein deutliches Zeichen für die Lebendigkeit des grenzüberschreitenden Miteinanders. Und Peter Rothgerber fand einen bemerkenswerten Satz: "Die frohe Musik des heutigen Abends entspricht dem Wesen der Partnerschaft."Offiziell begrüßten Jürgen Zimper, Vorsitzender der Stadtkapelle, Philippe Cerf, der französische Generalkonsul im Saarland, und Bürgermeister Klaus Roth die Gäste im großen Ratssaal im Homburger Forum mit nicht weniger offiziellen Einordnungen des Abends und der Partnerschaft. Moderiert von Professor Peter Pospiech vom Homburger Universitätsklinikum war es aber nicht nur die Musik, die dem Abend eine besondere und feine Note gab, sondern auch die eine oder andere, bei weitem nicht geplante Situation, die dem Ganzen noch jede Menge Charme untermischte. So der Auftritt von Sängerin Diana Schommer. Sie sollte noch vor der Pause Whitney Houstons "One moment in time" zum Besten geben. Doch für Schommer wurde es ein denkbar langer Moment, sorgte doch ein leerer Batterieblock im Mikrofon für eine ungewollte Pause. Homburgs Bürgermeister Klaus Roth gab den Retter in der Not, besorgte Ersatz und sicherte so Schommers Auftritt. Marc Stutz-Boukouya trug es mit unerwarteter Begeisterung: "So etwas liebe ich." "Das ist manchmal volles Risiko."Marc Stutz-Boukouya, Stadtkapelle Homburg

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