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Billard: Optimistisch in die erste Erstligasaison

Billard : Optimistisch in die erste Erstligasaison

Billardspieler von Joker Altstadt starten im September mit Neuzugang Sebastian Ludwig in die Runde.

Am vergangenen Samstag hatte der Vorstand des PBC Joker Altstadt vor seinem Vereinsheim „Auf der Heide“ zu einer zünftigen Meisterschaftsfeier eingeladen. Viele Gratulanten waren erschienen und würdigten damit den größten sportlichen Erfolg einer Joker-Mannschaft in der gesamten Vereinsgeschichte. Bis tief in die Nacht hinein wurde der Aufstieg in die eingleisige 1. Bundesliga gefeiert.

An diesem großen Erfolg waren die Spieler Sebastian Staab, Marco Dorenbuurg, Ralf Wack, Christopher Ahrens, Leon Kohl und Jörg Kohl beteiligt. Die Mannschaft errang in der 2. Poolbillard-Bundesliga Süd mit 28 Punkten knapp vor dem BV Mörfelden-Walldorf (27 Zähler), BC Siegtal 89 (26) sowie den BSF Kurpfalz (25) die Meisterschaft. In einem wahren Herzschlagfinale hatten die Saarländer Ende Mai am letzten Spieltag durch einen 6:2-Sieg beim Tabellenfünften 1. PBC Hürth-Berrenrath den Titelgewinn perfekt gemacht.

Damit dürfte man bald auch in fast ganz Deutschland wissen, wo Altstadt liegt. Schließlich müssen demnächst sämtliche nationalen Topteams im kleinen Ort der Gemeinde Kirkel antreten. Für den Aufsteiger beginnt die Saison am Samstag, 23. September, um 14 Uhr mit einem Spiel beim PBC Schwerte 87. Einen Tag später gastiert dann der Liganeuling um 11 Uhr beim BC Oberhausen. Die Poolbillard-Freunde in der gesamten Region sollten sich bereits den Samstag, 14. Oktober, dick im Notizkalender anstreichen. Dann empfangen die Altstadter im ersten Erstligaheimspiel der Vereinsgeschichte um 14 Uhr den BV Mörfelden-Walldorf. Am folgenden Tag ist in Altstadt um 11 Uhr der BSC Neukirchen/Geldern zu Gast. Außerdem trifft der Aufsteiger in der Runde noch auf den BSV Playhouse Fürstenfeldbruck, BSV Dachau und auf Fortuna Straubing.

Die beiden letzten Mannschaften steigen ab. Eigentlich wäre ein Klassenverbleib der Altstadter gegen die mit unzähligen Weltstars bestückten Mannschaften ziemlich unrealistisch gewesen. Doch nun gibt es aus zwei Gründen Hoffnung auf den Ligaerhalt. So hat der BC Queue Hamburg aufgrund des Umbaus seines Vereinsheims – mit der Folge, nur noch auswärts antreten zu können – seine Mannschaft aus der Liga zurückgezogen. Der freie Platz wurde in einem Relegationsspiel zwischen den Zweitliga-Zweiten Joker Kamp-Lintfort (Nord) und BV Mörfelden-Walldorf (Süd) vergeben, das der BV gewann. Somit werden sich nun die drei Aufsteiger aus Altstadt, Mörfelden-Walldorf und Neukirchen/Geldern (Meister 2. Liga Nord) um den drittletzten Platz streiten.

Hoffnung auf den Klassenverbleib macht auch die Neuverpflichtung von Nationalspieler Sebastian Ludwig vom aktuellen deutschen Meister BSV Dachau, für den er in der vergangenen Saison sämtliche Partien gewann. „Er ist in meinen Augen derzeit der beste deutsche Spieler überhaupt. Er wohnt in Bingen und wollte nicht mehr so weit nach Dachau fahren. Er kennt Sebastian Staab sehr gut und passt auch menschlich zu uns“, sagt Ralf Wack. Der 49-jährige Routinier wird in der nächsten Saison nur nocht acht Spiele in der ersten Mannschaft bestreiten und sich ansonsten als Jugendtrainer im Verein engagieren. „Ich helfe der Zweiten aus. Wir wollen mit den Jungs von der Ober- in die Regionalliga aufsteigen, bevor sie auf den Gedanken kommen, uns in Richtung Regionalliga oder 2. Bundesliga zu verlassen“, betont Wack.

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