Ohne Augenlicht ist alles grau

Auf dem Christian-Weber-Platz herrschte gestern reger Betrieb, denn Mitarbeiter der Universitäts-Augenklinik informierten anlässlich der Woche des Sehens über Krankheitsbilder, Vorsorge und Hornhautspende.

 Organisatorin Dimitra Devlioti.
Organisatorin Dimitra Devlioti.

Wenn man in die Innenstadt geht, hat man mehr Publikum - das gilt auch für die gestrige Veranstaltung anlässlich der Woche des Sehens auf dem Christian-Weber-Platz. Denn die vergangenen beiden Jahre fand die Woche des Sehens innerhalb der Augenklinik statt und hatte dort nicht so viel Zulauf wie diesmal.

In einem Zelt empfingen Mitarbeiterinnen der Universitäts-Augenklinik die Passanten, die sich über verschiedene Augenprobleme informieren wollten. "Jüngere Leute wollen erfahren, wie sie auch ohne Brille normal sehen können, ältere Leute haben Fragen zu grauem oder grünem Star und die Kinder spielen gerne mit den bunten Okklusionspflastern", erklärte Rita Stumpf, die am Zelt-Einganz die Leute begrüßte.

Mit dem Empfang von Patienten kennt sie sich aus, denn an der Uni-Augenklinik arbeitet sie bei der Anmeldung in der Privatambulanz und weiß, welche Fragen oft gestellt werden. Gerne genutzt wurde ein Gerät, das den Augendruck misst und von Heike Frühauf betrieben wurde. Ein kleiner Luftstoß aufs rechte, dann aufs linke Auge - und schon weiß man, ob man nachkontrollieren muss oder nicht. Kein Wunder, dass viele Passanten diesen kostenlosen Service zu schätzen wussten. Am Stand von Lara Könnel und Lena Kunz, die in der Verwaltung der Augenklinik arbeiten, gab es allgemeine Informationen über das Leistungsspektrum der Augenklinik und viele Pröbchen, darunter Tropfen und Gel, um trockene Augen zu benetzen. "Bei der Heizungsluft kommt mir das gelegen", sagt eine ältere Dame und bekommt gleich mehrere kleine Packungen in die Hand gedrückt. Gabriele Lauer und Sabine Voß sind Orthoptikerinnen und lobten die vielfältige Arbeit am Patienten . Assistenzärztin Dimitra Devlioti hatte die Veranstaltung organisiert und freute sich über das große Interesse. Auf die Möglichkeit einer Hornhautspende machten Schwester Manuela Huber und Dr. Mona Bischoff-Jung aufmerksam: 358 Patienten stehen in Homburg auf der Warteliste für eine neue Hornhaut: "Es wäre schön, wenn wir mehr Spender bekämen", wünschen sich die beiden.