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Nur wenige Menschen erleben die letzten Tage im eigenen Zuhause

Nur wenige Menschen erleben die letzten Tage im eigenen Zuhause

St. Ingbert/Homburg. Mit seinen körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen steht der sterbende Mensch in der Hospizbewegung im Mittelpunkt aller Überlegungen. Die Hospiztage im Saarpfalz-Kreis haben sich zum Ziel gesetzt, das Thema Sterben mehr in den Vordergrund und ins Bewusstsein zu rücken. Noch bis 28

St. Ingbert/Homburg. Mit seinen körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen steht der sterbende Mensch in der Hospizbewegung im Mittelpunkt aller Überlegungen. Die Hospiztage im Saarpfalz-Kreis haben sich zum Ziel gesetzt, das Thema Sterben mehr in den Vordergrund und ins Bewusstsein zu rücken. Noch bis 28. November befassen sich sieben Veranstaltungen mit der Endlichkeit des Lebens. Zum Auftakt der vierten Auflage der Hospiztage im Forum stand am Montagabend der Vortrag von Klaus Aurnhammer, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz, zum Thema "Warum nur warum? - Sinn und Hoffnung in der Hospizarbeit" im Mittelpunkt. "Jedes Jahr sterben in Deutschland 800 000 Menschen. Nur 20 Prozent erleben die letzten Tage im eigenen Zuhause, der Rest im Krankenhaus oder im Heim", betonte Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer, Vorsitzender der Ökumenischen Hospizhilfe Pfalz/Saarpfalz und seit Januar dieses Jahres Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Speyer. In der vertrauten Umgebung zu leben und zu sterben, sei der Wunsch vieler schwer kranker Menschen. Sie und ihre Familienangehörigen, die die Pflege nicht immer allein leisten könnten, bedürften umfassender Unterstützung. Sie benötigten in diesen schweren Stunden oft Hilfe und Informationen zu Fragen der Schmerzbehandlung, der Begleitung und Bewältigung ihrer persönlichen Situation. Der ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst Saarpfalz mit seinen derzeit 35 ehrenamtlichen Hospizhelfern wolle "Zuwendung bringen und den schwer kranken Menschen ein möglichst schmerzfreies, selbstbestimmtes und würdiges Leben bis zum letzten Atemzug ermöglichen". Klaus Aurnhammer wies in seinem Vortrag darauf hin, dass es unerlässlich sei, die Öffentlichkeit über den Umgang mit dem Thema Krankheit und Sterben sowie über die Trauerarbeit zu informieren. Darüber hinaus müsse man Betroffene und Familienangehörige unterstützen und ihnen Mut machen für die Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben. Hospizhelfer könnten einem sterbenden Menschen nur helfen, wenn sie "die Erschütterung und das Ende seiner Hoffnung annehmen". reAls nächstes wird im Rahmen der Hospiztage ein Theater-Workshop angeboten zum Thema "Alles vor dem Sterben ist Leben" am 26. September, neun bis 16 Uhr, im St. Ingberter Caritaszentrum, Kaiserstraße 63.