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Nur Mini-Entspannung am Arbeitsmarkt

Situation im Saarpfalz-Kreis im März : Nur Mini-Entspannung am Arbeitsmarkt

Auch im Saarpfalz-Kreis waren im März mehr Leute in Lohn und Brot als im Februar. Im Vergleich mit 2020 zeigt sich ein anderes Bild.

Wie im ganzen Saarland ist die Arbeitslosigkeit auch im Saarpfalz-Kreis im Vergleich zum Februar etwas zurückgegangen, allerdings bezogen auf den März 2020 gestiegen. Im März waren 4123 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 135 weniger als im Februar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter 391 Arbeitslose mehr registriert. Die Arbeitslosenquote lag mit 5,4 Prozent um 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats und 0,6 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote lag bei der Geschäftstelle St. Ingbert mit 5,4 minimal über der der Geschäftsstelle Homburg (Bexbach, Homburg, Kirkel) mit 5,3 Prozent.Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen leicht gesunken. Beim Abstand zum Vorjahr zeigten sich jedoch deutlichere Unterschiede. Im März waren 2404 Männer und 1719 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr von 10,7 Prozent bei den Frauen. Bei den Männern fiel der Anstieg mit 10,3 Prozent niedriger aus. Die Zahl der arbeitslosen unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei 317. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent erhöht. 1716 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um fast ein Fünftel erhöht. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im März 1530, 15 weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um fast ein Drittel.

Auffällig: der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr fällt bei der Arbeitslosenversicherung deutlich stärker aus als in der Grundsicherung. Im März wurden 259 neue Stellen gemeldet, die meisten in der Zeitarbeit und im Gesundheits- und Sozialwesen. Seit Jahresbeginn wurden 862 offene Stellen gemeldet, 27 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im Bestand befinden sich aktuell 1171 offene Stellen.

Seit Beginn der Corona-Krise trägt das konjunkturelle Kurzarbeitergeld wesentlich dazu bei, negative Effekte abzufedern und den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Viele Unternehmen können mit seiner Hilfe Entlassungen vermeiden und ihre Fachkräfte sichern. Im Saarpfalz-Kreis haben im März 57 Betriebe für 540 Beschäftigte neu Kurzarbeit angezeigt. Seit Beginn der Corona-Krise haben 2484 Unternehmen Kurzarbeit für 36 670 Mitarbeiter angezeigt.

„Der Beginn des Ausbildungsjahres 2021 rückt näher. In vielen Unternehmen der Region sind die Einstellungsverfahren noch nicht abgeschlossen, es sind noch viele offene Ausbildungsstellen zu besetzen. Ich empfehle allen Jugendlichen, die aktuell noch keine feste Zusage für einen Ausbildungsplatz haben oder sich unsicher sind, wie ihr Einstieg ins Berufsleben aussehen soll, die Angebote der Berufsberatung zu nutzen“, rät Madeleine Seidel.

Im Saarpfalz-Kreis wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 680 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 13,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig meldeten sich 286 junge Menschen als Bewerber für eine Ausbildungsstelle bei der Arbeitsagentur. Das waren 12,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im März waren noch 423 Ausbildungsstellen unbesetzt und 154 Jugendliche unversorgt.