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Verteilaktion in Homburg
Eine kleine Dose für den Notfall

 Christine Becker bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen Claudia Ohliger und Karin Schwemm vom Amt für Jugend, Senioren und Soziales sowie bei Klaus Roos, der die Verteilung der Notfalldosen im Baubetriebshof übernommen hat (von links).
Christine Becker bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen Claudia Ohliger und Karin Schwemm vom Amt für Jugend, Senioren und Soziales sowie bei Klaus Roos, der die Verteilung der Notfalldosen im Baubetriebshof übernommen hat (von links). FOTO: Linda Barth/Stadt Homburg
Homburg. Wenn der Notarzt gerufen wird, geht es oft um Sekunden. Das Problem: Häufig muss im Haus erst nach Informationen über den Patienten gesucht werden. Hier hilft die Notfalldose, in der diese Infos bereitliegen. red

Sie ist schon recht ordentlich verbreitet, die so genannte Notfalldose. Auch in Kirkel bekommt man sie bereits seit einiger Zeit. Nun wurden sie auch in Homburg erneut verteilt. Hinter dieser Dose steht eine Erkenntnis, die sich eigentlich ziemlich simpel anhört, aber dabei helfen kann, Leben zu retten. Wenn nämlich Rettungskräfte in einem Haus erst Infos über den Patienten zusammensuchen müssen, geht wichtige Zeit verloren. Wer  so eine Dose hat, der verwahrt darin die wichtigsten Angaben über sich und Angehörige schlicht auf einem Blatt.  Im vergangenen Oktober hatten Ursula und Hans Lei vom Verein Rheuma-Liga-Saar im Homburger Rathaus 100 solcher Notfalldosen vorbeigebracht. Das Amt für Jugend, Senioren und Soziales übernahm die Weitergabe bei diversen Veranstaltungen, im „Krea(k)tiv“-Treffpunkt für Alt und Jung und auch beim neu eingeführten Reparatur-Treff, teilte die Stadt weiter mit, die nochmals darauf hinweist, dass der Einsatz dieser Dose ganz einfach ist: Es sollen zunächst zwei Aufkleber darauf hinweisen, dass die Dose im Kühlschrank –  das ist der Schrank, den Rettungskräfte am einfachsten finden – liegt. In der Dose selbst befindet sich das besagte  Blatt mit allen wichtigen Infos zu Vorerkrankungen, Medikamentenplänen, Unverträglichkeiten, Allergien und auch Kontaktpersonen, die im Notfall informiert oder ebenfalls versorgt werden müssen.


Die Verteilaktion der Dosen sei so gut angekommen, dass die Verwaltung im Rahmen eines Programms, das die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördert, auch für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter solche Dosen kostenlos zur Verfügung stellte. Im Rathaus und den städtischen Einrichtungen nahmen viele Bedienstete dieses Angebot dann auch an, hieß es weiter.

„Gerade für Alleinstehende und ältere Menschen ist diese kleine Dose eine tolle Sache, die wirklich helfen kann und die Menschen im Vorfeld auch beruhigt, wenn sie wissen, dass diese in einer Notsituation bereit liegt. Wir legen großen Wert auf das Wohlbefinden der Homburgerinnen und Homburger und auch unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, das beweisen auch zahlreiche Aktionen zum Thema Gesundheit und Fitness unter dem Motto ,Homburg lebt gesund!` “, so die Beigeordnete Christine Becker.



Die Verteilung der Dosen übernahmen im Rathaus Claudia Ohliger und Karin Schwemm vom Amt für Jugend, Senioren und Soziales, sowie im Baubetriebshof Klaus Roos und Matthias Hansen.

Die Notfalldose kann man auch online bestellen unter www.rheuma-liga-saar.de und www.notfalldose.de. Die kleine, grün-weiße Dose ist zum Preis von drei Euro bei den beiden ortsansässigen Apotheken, Burg-Apotheke in Kirkel-Neuhäusel und Blies-Apotheke in Kirkel-Limbach, erhältlich. Darüber hinaus bekommt man die Dose auch im Rathaus der Gemeinde in Limbach in den Zimmern vier und fünf.