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Norbert Weber stellt in der Gustavsburg in Jägersburg aus

Ausstellung in der Gustavsburg : Kunst aus der Welt der Architektur

In der Gustavsburg in Jägersburg zeigt der Fotograf Norbert Weber ausgewählte Fotografien.

Zunächst war er als Fotograf Autodidakt, heute gehört er zu den anerkannten europäischen Fotografen, der unter anderem bei Workshops in Budapest (Ungarn), Dijon und Douai (Frankreich), Esch-sur-Alzette (Luxemburg) und Arlon (Belgien) mitwirkte: Norbert Weber. Nun stellt er während des Jägersburger Weihnachtsmarktes am kommenden Wochenende im großen Saal der Gustavsburg auf Einladung des Heimat-, Kultur- und Verkehrsvereins einige seiner künstlerischen Fotografien aus.

Unter den 14 Arbeiten, die Norbert Weber in der Gustavsburg zeigt, sind einige vertraute Motive aus der Region zu sehen, aber auch Aufnahmen, die in Berlin, Frankfurt und anderen Metropolen entstanden sind, darunter das „Hochhaus mit Spiegelung“, das erst auf den zweiten Blick als solches zu erkennen ist. Dieses Motiv ist kein Dokument, sondern ein künstlerisches Bild. „Bei einer Fassade interessiert mich nicht die Struktur, sondern das Unterscheiden zwischen objektivem und reinem Sehen“, erläutert Weber. Jeder Ausschnitt der Wirklichkeit ist ihm ein Vorwand für ein Bild. Vorm Auslösen des Fotoapparates erarbeitet er sich einen simultanen Bildplan. Später wird das Werk am Computer beziehungsweise im Labor weiterbearbeitet. So entsteht ein Kunstwerk, bei dem, wie im Falle das Hochhauses aus Frankfurt, die hellen Fensterrahmen auf blauem Grund als grafische Elemente wirken.

Bereits bei einer Ausstellung vor vier Jahren in Sulzbach wurde betont, dass Norbert Weber zwar gezielt moderne Architekturen auswählt, diese ihm jedoch lediglich als Basis für beeindruckend klangvolle Bilder dienten. Örtliche Begebenheiten und Wiedererkennungsmomente klammere er bewusst aus; denn es gehe ihm um „architekturale Fassadenelemente, die sich ohne perspektivische Verzerrungen und farbliche Veränderungen
weitaus besser erkennen lassen, als beim alltäglichen Sehen“. Die Ausstellung in der Gustavsburg wird am Samstag, 15. Dezember, 16.30 Uhr, von Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind, Ortsvorsteher Jürgen Schäfer und den Verkehrsvereinsvorsitzenden Gustl Altherr eröffnet und ist am dritten Adventswochenende an beiden Markttagen jeweils zu den offiziellen Öffnungszeiten der Stände zu besichtigen. Norbert Weber wird bei der Vernissage sein künstlerisches Schaffen erläutern.

Norbert Weber, Jahrgang 1939, geboren in Queichhambach bei Annweiler, lebt in Waldmohr. Ab 1967 Studium für die Fachlehre in Biologie und Chemie, Realschullehrer in Neunkirchen. Fernstudium an der Freien Kunstschule Wiesbaden, Mitglied von Künstlergruppen, -vereinen und-Arbeitsgemeinschaften unter anderem in Waldmohr, Zweibrücken, Homburg, Untere Saar, Groupe Européen de Photographes und Fédération Internationale de L‘Art Photographique. Norbert Weber war früher Dozent an der Sommerakademie Blieskastel sowie an den Volkshochschulen Homburg, Bexbach und Blieskastel.

Norbert Weber ist Gründungsmitglied des Fotoclubs Homburg und des Fotoclubs in Ormesheim. Juror bei internationalen Salons und Fotowettbewerben. Derzeit ist er auch wieder bei der Jahresausstellung Homburger Künstler im Saalbau vertreten.