Nikolausmarkt sorgt für Weihnachts-Flair in Homburg

Kostenpflichtiger Inhalt: Lichtermeer und Sonnensegel : Nikolausmarkt sorgt für Weihnachts-Flair

Ehe Homburgs Bürgermeister Forster und Wirtschaftsministerin Rehlinger den Markt eröffneten, stellten sie am Freitag neue Sonnensegel im Talzentrum vor. Und auch der „Black Friday“ spielte eine Rolle.

Aller Anfang ist mitunter schwer und mitunter klein. So klein, dass er einem auf den ersten Blick gar nicht auffällt – so wie die rund ein Dutzend „Sonnensegel“, die am vergangenen Freitag im Homburger Talzentrum vorgestellt wurden. Ganz im Gegensatz zum eher unscheinbaren Auftreten der Stoffsegel unter den Glasdächern des Zentrums präsentierte sich die Schar der Gäste der „Einweihung“ durchaus prominent: Neben Homburgs Bürgermeister Michael Forster, (CDU) Vertretern des Landtags und des Homburger Stadtrats und des ortsansässigen Handels, Gewerbes und der Banken sowie des neuen Vereins „Talzentrum“ war auch Anke Rehlinger (SPD), Saar-Wirtschaftsministerin und stellvetretende Ministerpräsidentin zu Gast.

Letzteres musste nicht verwundern, hatte Rehlingers Ministerium doch einen Förderbeitrag zu den insgesamt 20 000 Euro Gesamtkosten der „Operation Sonnensegel“ beigesteuert. Vielleicht waren aber auch nur deswegen so viele Gäste bei der Präsentation um 18 Uhr im Talzentrum, weil nur eine halbe Stunde später die offizielle Eröffnung des 46. Homburger Nikolausmarktes folgte. Auf jeden Fall erfreute sich das Tuchwerk unterm Dach zumindest an diesem Abend großer Aufmerksamkeit. Michael Forster betonte, dass es gerade im Talzentrum noch einiges zu tun gebe. So seien die neuen Sonnensegel nur ein „erster Schritt. Wenn man sich die Überdachung anschaut und auch das Pflaster, dann haben wir noch dringenden Handlungsbedarf. Darum werden wir uns in Zukunft kümmern“. An diesem Freitag wolle man aber erstmal auf die neuen Sonnensegel anstoßen. Die sind in der Tat das Ergebnis eines Workshops als Grundvorraussetzung dafür, dass das saarländische Wirtschaftsministerium die Maßnahme fördert. Als damit zuständige Ministerin beschrieb Anke Rehlinger das Invest in die Deckendekoration des Talzentrums als einen „kleinen Aufheller“. Und auch Rehlinger nannte die Sonnensegel-Offensive einen ersten Schritt zu einem „erfolgreichen Weg“. Da darf man nun gespannt sein, wohin der führt, nachdem man nun zum 40-jährigen Jubiläum des Talzentrums dort quasi Segel in die Zukunft gesetzt hat.

Für die Festschar führte am Freitag auf jeden Fall der Weg erstmal weg aus dem Bereich des neuen Sonnenschutzes hin auf den historischen Marktplatz. Dort waren es wieder Forster und Rehlinger, die für den offiziellen Teil eines Abends sorgten, der neben enthüllter Verhüllung im Talzentrum und dem Start des 46. Homburger Nikolausmarktes auch noch, dem „Black Friday“ sei Dank, einen langen, verkaufsoffenen Freitagabend bot, immerhin bis 21 Uhr. Mittendrin im bunten Treiben dabei auch zwei wunderbar illuminierte Stelzengänger, die ihren Siegszug durch die Stadt schon bei der Sonnensegel-Einweihung begonnen hatten – als sie da gekonnt den nicht halb so bunten Sonnenschutz-Dreieckstüchern die Schau stahlen.

Wunderbar illuminierte Stelzengänger waren ein besonderer Blickfang bei der Einweihung der neuen Sonnensegel im Talzentrum. Foto: Thorsten Wolf

Auf dem Marktplatz selbst ging es bunt und umtriebig zu, an den Ständen herrschte schon früh ordentliches Gedränge, in diesem Jahr fand auch der Weihnachtsbaum wieder seinen angestammten Platz in der Mitte des Marktes. Neu und bunt auch die Lasershow, die nun, projiziert ans alte historische Rathaus, an den Abenden des Marktes den Einzug des Nikolauses ankündigt. Drumherum buhlten die am langen Einkaufsabend teilnehmenden Geschäfte in der Innenstadt um Späteinkäufer. Es war also einiges los in der Stadt, so wie man es sich bei den Machern gewünscht hatte. Wirklich „Black“ war der „Friday“ in Homburg aber bei weitem nicht. Wer es richtig bunt mochte, der war im Lichtermeer des Nikolausmarktes und in der Kulisse der stimmungsvoll beleuchteten Häuser dort bestens aufgehoben. Wer hingegen eher einen in blau getönten Freitagabend vorzog, der konnte einen Abstecher zur Galerie von Julia Johannsen in der Saarbrücker Straße machen, die dort mit ihren „Blue Friday“ und ihrer Lieblingsfarbe Blau frönend einen beruhigenden, künstlerischen Gegenpol zum Bad in Rabattaktionen, seien sei online oder offline, lieferte. Am Sonntag dann sollte das lange Nikolausmarktauftakt-Sonnensegel-Black-and-Blue-Friday-Wochenende in Homburg mit einem verkaufsoffenen Sonntag seinen Abschluss finden.