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Niedrige Corona-Zahlen geben Rätsel auf

Seit 23. Dezember nur 49 neue Fälle im Saarpfalz-Kreis : Niedrige Corona-Zahlen geben Rätsel auf

Es hört sich zunächst sehr erfreulich an: Seit dem 23. Dezember hat es im Saarpfalz-Kreis „nur“ 39 neue Fälle gegeben – in vier Tagen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank extrem auf nur noch 76,87. Doch wie verlässlich sind diese Zahlen?

Kann es sein, dass es an Heiligabend nur 16, am ersten Weihnachtsfeiertag 12, am zweiten 9 und diesen Sonntag gar nur 2 neue Infektionen gab? Der Saarpfalz-Kreis schreibt auf Nachfrage: „Das Testangebot über die Feiertage war reduziert, naturgemäß auch die Nachfrage. Ein weiterer Rückgang ist möglicherweise auf den Lockdown zurückzuführen. Es wurden an allen Tagen Tests durchgeführt, ausgewertet und die Ergebnisse auch bearbeitet. Es wird eher wieder mit einem Anstieg der Zahlen gerechnet.“

Am Montag verharrten diese mit zehn neuen Infektionen auf niedrigem Level. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 77,58. Doch weiter müssen 46 Personen im Krankenhaus behandelt werden. Akut infiziert sind 182, vier mehr als am Vortag. Im Kreis wurden bisher 2426 Corona-Fälle nachgewiesen, 2189 davon sind genesen. Veränderungen seit Heiligabend: Bexbach 185 (+ drei Fälle), Blieskastel 335 (+ 5), Gersheim 56 (+2), Homburg 805 (+ 23), Kirkel 153 (+1), Mandelbachtal 178 (+6), St. Ingbert 683 (+9).

Während das Kreiskrankenhaus St. Ingbert mit der geriatrischen Klinik seinen Normalbetrieb wieder aufgenommen hat, gibt es keine guten Signale aus dem Uniklinikum. Dieses habe an den Feiertagen unter anderem in den Notaufnahmen, Intensiv- und IMC-Stationen sowie im Covidbereich eine hohe Arbeitsbelastung verzeichnet. Durch Abmeldungen anderer Krankenhäuser seien gerade viele kardiologische Notfälle eingeliefert worden. 34 Covid-Patienten würden stationär behandelt, zwölf davon beatmet,so UKS-Chef Wolfgang Reith. Letzte Woche waren es nur sieben.