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Neues VHS-Halbjahr in Homburg startet im September

Kostenpflichtiger Inhalt: Neue Angebote der VHS Homburg : Die VHS wagt den Neustart nach der Corona-Pause

Mit dem Corona-Lockdown im März wurde auch das Bildungsprogramm der Volkshochschule in Homburg abgebrochen. Jetzt geht es ins neue Schuljahr.

Der Volkshochschule in Homburg ging es im Frühjahr nicht anders als ähnlichen Einrichtungen oder Kulturtreibenden oder sämtlichen Vereinen und Institutionen: Die Türen wurden wegen der Corona-Pandemie von heute auf morgen geschlossen, das Unterrichtshalbjahr wurde abgebrochen, sonstige Veranstaltungen, wie zum Beispiel Vorträge, abgesagt. Der Leiter der städtischen Einrichtung, Willi-Günther Haßdenteufel, machte vor Monaten keinen Hehl daraus, dass dies zwar ein bedauerlicher, aber ein unumgänglicher Schritt sei. Die Gesundheit der Kursteilnehmer und Dozenten ging vor. Nach der längeren Zwangspause zeichnet sich allerdings der Neustart ab. Im September soll das neue Arbeitsjahr bei der Homburger Bildungseinrichtung beginnen. Das bedeutet: Präsenzunterricht in den bekannten VHS-Stätten in der Hohenburgschule und der Paul-Weber-Schule.

Im Gespräch gibt Haßdenteufel zu, dass es ihm nicht leichtgefallen sei, „in dieser für alle besonderen Situation ein neues Programmheft zu erstellen“. Die Pandemie stelle an alle ganz neue Herausforderungen und Handlungsweisen, „die wir nicht gewohnt sind“. Er hoffe, dass jetzt alles glatt läuft und die VHS im September mit dem Präsenzunterricht starten kann. Wenngleich weiterhin mit Einschränkungen zu rechnen ist. „Einige Dozenten werden auch Online-Angebote vorbereitet, deshalb haben wir einige von ihnen entsprechend geschult.“ Allerdings sei klar, dass Online-Angebote lediglich als Ergänzung zum Präsenzunterricht gesehen werden, nie als Ersatz. „Die VHS-Kurse leben schließlich von der persönlichen Begegnung der der realen Kommunikation“, weiß der Verantwortliche. Damit das funktionieren kann, gilt auch bei der VHS der umfangreiche Hygieneplan zum Infektionsschutz in Schulen. Die Homburger Bildungseinrichtungen nutzt bekanntermaßen, da sie im Gegensatz zu Volkshochschulen in Nachbarstädten, kein eigenes Haus hat, auch im neuen Schuljahr sowohl Räume in der Hohenburgschule als auch in der Paul-Weber-Schule, dem Berufsbildungszentrum.

Trotz aller Schwierigkeiten der vergangenen Monate und in der Vorbereitung kann sich die vielfältige Angebotspalette der VHS sehen lassen. Zu den bereits bewährten Kursen kommen neue hinzu, das Gleiche gilt bei den Vorträgen. Einen Schwerpunkt im Unterrichtsprogramm bilden wie immer die Sprachkurse, zum einen die Klassiker Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Aber auch welche in Chinesisch oder Russisch fehlen nicht, sogar Arabisch steht wieder im Programm. Neu ist ein Kurs in Polnisch, was auch im Zusammenhang mit dem Ausbau der  saarpfälzisch-polnischen Partnerschaften zu sehen ist.

Die VHS ist anerkannter Bildungsträger für Deutschkurse für ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger und trägt hiermit einen Teil zu einer gelungenen Integration bei, worauf man stolz ist. Haßdenteufel: „Wir werden dazu im kommenden Schuljahr erstmals einen C1-Kurs anbieten.“ Dieser wendet sich an Teilnehmer, die über Deutschkenntnisse verfügen und für ein Studium beziehungsweise für das Berufsleben ihre Sprachkompetenzen verbessern möchten. Neu bei den Sprachen ist neben Polnisch auch „Englisch für die Reise“ oder „Online-English at the weekend“. Ersterer läuft ab April an fünf Wochenenden, letzterer samstags nur online und umfasst zehn Termine.

Auch die EDV-Kurse sind wieder umfangreich, ebenso das Angebot rund um die Themen Gesundheit, Ernährung, Sport und Entspannung Psychologie und Geschichte. Das Programm wird wie immer komplettiert mit zahlreichen Kursen, Vorträgen und Arbeitsgemeinschaften aus den verschiedensten Bereichen. Auch Gästeführungen in und um Homburg herum werden angeboten. Wer einen Blick in das außergewöhnliche Angebot der rund 250 Kurse samt Einzelveranstaltungen  werfen möchte, kann dies im neuen Programmheft tun, das ab dieser Woche an zahlreichen Stellen in der Innenstadt ausgelegt wird. So am Infoschalter im Rathaus, nebenan im Landratsamt, in der Tourist-Info, der Stadtbücherei, in der Buchhandlung Welsch, Talstraße, im Dekanat des Uniklinikums, bei der Karlsberg-Brauerei sowie in den Firmen Bosch, Thyssen-Krupp-Gerlach, Michelin, INA-Schaeffler, im Römermuseum Schwarzenacker, bei den Stadtwerken, der Polizei, im Jugenddorf Schwarzenbach, der Musikschule und natürlich in den Veranstaltungsorten Hohenburgschule und Paul-Weber-Schule.

 VHS-Leiter Willi-Günther Haßdenteufel plant mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern einen Neustart ins nächste Schulhalbjahr.
VHS-Leiter Willi-Günther Haßdenteufel plant mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern einen Neustart ins nächste Schulhalbjahr. Foto: Thorsten Wolf

Anmeldungen zu den Kursen sind ab sofort bei der Volkshochschule Homburg im Rathaus, Am Forum 5,  E-Mail: vhs@homburg.de, Telefon (0 68 41) 10 11 06, Fax  (0 68 41) 10 12 88 möglich.