Neuer Name für Straßenzug

Homburg. Wenn man in Homburg von der Eisenbahnstraße spricht, dann hat man die Einkaufstraße im Sinn, die sich vom historischen Marktplatz bis zur Richard-Wagner-Straße streckt. Weniger bewusst ist den meisten da schon, dass eine kleine Schleife unmittelbar vor dem Homburger Hauptbahnhof ebenfalls diesen Straßennamen trägt

Homburg. Wenn man in Homburg von der Eisenbahnstraße spricht, dann hat man die Einkaufstraße im Sinn, die sich vom historischen Marktplatz bis zur Richard-Wagner-Straße streckt. Weniger bewusst ist den meisten da schon, dass eine kleine Schleife unmittelbar vor dem Homburger Hauptbahnhof ebenfalls diesen Straßennamen trägt.Das verwirrt nicht nur den Mensch, sondern auch das Navigationsgerät, das mittlerweile in vielen Autos üblich ist. Dieses schickt die Pkw-Fahrer, wenn sie die Eisenbahnstraße zwischen den Hausnummern 60 und 67 ansteuern wollen, dann in die Irre beziehungsweise in die Eisenbahnstraße Richtung Paul-Weber-Haus. Es komme dadurch zu erheblichen Verzögerungen. Und da davon auch Rettungsfahrzeuge betroffen sind, könne eben dieser Zeitverlust im Ernstfall schwerwiegende Folgen haben.

Dies alles schreibt die Homburger SPD-Stadtratsfraktion in einem Antrag, der in der nächsten Sitzung des Gremiums am kommenden Donnerstag, 3. Mai, besprochen werden soll. Konkret fordert sie, dass das Teilstück der Eisenbahnstraße, das jenseits der Richard-Wagner-Straße liegt, umbenannt werden soll in Bahnhofsplatz. Betroffen sind demnach genau vier Häuser: das Hotel Bürgerhof, ein Wohnhaus, ein Mietshaus und das Verwaltungshaus des Deutschen Roten Kreuzes. Mit den Hotelbesitzern sowie dem Hausmeister des Mietshauses sei bereits gesprochen worden, alle seien mit der geplanten Umbenennung einverstanden, so die SPD weiter. Ob's auch die Ratsmehrheit so sieht, wird sich in der Sitzung zeigen.

Einen weiteren Antrag hat die Fraktion für Homburg (FFH) auf den Tisch gelegt. Sie ist in Sachen Offenheit unterwegs und fordert, dass die Protokolle des öffentlichen Teils der Stadtratssitzungen auf der Internetseite der Stadt Homburg veröffentlicht werden sollen. Als leuchtendes Vorbild nennt die FFH dabei die SPD Einöd. Diese stelle die Protokolle der Einöder Ortsratssitzungen bereits online. Damit, so die Partei weiter, sei ein Höchstmaß an Transparenz über die kommunalpolitische Arbeit vor Ort erreicht. Bislang sind auf der Homburger Internetseite Zusammenfassungen der Stadtratssitzungen zu lesen, doch der Oberbürgermeister habe im Prinzip nichts gegen das von der FFH vorgeschlagene Vorgehen, informierte Stadtpressesprecher Jürgen Kruthoff.

Erstmals wird es bei der nächsten Stadtratssitzung auch eine Einwohnerfragestunde geben, deren Einführung Ende März einstimmig beschlossen worden war. Eine Viertelstunde lang werden dann zu Beginn Bürgerfragen beantwortet, so denn vorab überhaupt welche vorliegen. Bislang seien noch keine Fragen eingereicht worden, teilte Pressesprecher Kruthoff auf Anfrage vor dem Wochenende mit. Vorliegen müssten diese bis drei Tage vor der Sitzung selbst. Wichtig ist: Alles muss den Bereich der kommunalen Selbstverwaltung betreffen. Und Kruthoff weist darauf hin, dass sich Fragen und Co. nicht auf die Tagesordnungspunkte der aktuellen Sitzung beziehen dürfen; solche zu nichtöffentlich behandelten Themen seien ebenfalls nicht gestattet. Das sei gesetzlich so vorgegeben.

homburg.de

Hintergrund

Dieser Straßenbogen vor dem Hauptbahnhof heißt noch Eisenbahnstraße. Nun soll dieses Teilstück möglicherweise in Bahnhofsplatz umbenannt werden. Foto: Stumm/Merkur.

Wer eine Frage einreichen möchte für die Bürgerfragestunde zu Beginn der Stadtratssitzung am Donnerstag, 3. Mai, der findet auf der Internetseite der Stadt Homburg einen entsprechende Maske. Dorthin gelangt man, wenn man die Punkte Rathaus, dann Politik/Gremien und Verwaltung, Stadtrat, Einwohnerfragestunde anklickt. Man kann auch auf der Startseite den Begriff "Einwohnerfragestunde" in die Suchfunktion eingeben. Auf der entsprechenden Seite findet man die Satzung zur Fragestunde und das Fragenformular. Dies kann jeder ausgefüllt entweder direkt per E-Mail an die Stadt senden, aber auch faxen unter (0 68 41) 10 12 00. Wer möchte, kann zudem einfach bei der Stadt anrufen, Telefon (0 68 41) 10 12 09. Wenn der Rat am Donnerstag, 3. Mai, um 16.45 Uhr im großen Sitzungssaal des Homburger Rathauses, Am Forum, zusammenkommt, geht es auch um die Zusammensetzung und Größe der Ausschüsse sowie Gesellschaftsverträge und die Besetzung der Aufsichtsräte von HPS und Musikschul gGmbH. ust