Neue Pläne für den Tascher Hof

Homburg. Mehrheitlich hat der Homburger Stadtrat am Dienstagabend grünes Licht für einen so genannten "vorhabenbezogenen Bebauungsplan" für das Bruchhofer Areal Tascher Hof, zweiter Baubschnitt, gegeben

Homburg. Mehrheitlich hat der Homburger Stadtrat am Dienstagabend grünes Licht für einen so genannten "vorhabenbezogenen Bebauungsplan" für das Bruchhofer Areal Tascher Hof, zweiter Baubschnitt, gegeben. Damit haben die Räte die Voraussetzung dafür geschaffen, dass ein "pharmazeutischen Betrieb" auf eine Freifläche am Tascher Hof - entlang der Kaiserslauterer Straße - umziehen kann. Dieser Entscheidung vorangegangen war der formelle Beschluss, diesen Bereich aus dem Landschaftsschutzgebiet auszugliedern und demzufolge eine Änderung des Flächennutzungsplanes einzuleiten. Gegenstimmen kamen aus Reichen der FFH, der Grüne und Linke.Die Ausgliederung der betroffenen Flächen aus dem Bereich Tascher Hof ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet blieb ohne weitere Aussprache. "Es gibt hier eine mehrheitliche Empfehlung aus dem zuständigen Ausschuss", so Bürgermeister Klaus Roth (CDU), der am Dienstagabend zeitweise die Sitzungsleitung übernommen hatte. Auch der damit verbundene Entschluss, den Flächennutzungsplan zu ändern, blieb ohne Diskussion, auch hier entschied eine Mehrheit aus CDU, SPD, FWG und FDP für den Antrag der Verwaltung. Etwas lebhafter wurde es dann beim Votum zum eigentlichen Bebauungsplan. Hier meldete sich Yvette Stoppiera von den Grünen zu Wort. Sie kritisierte die Entscheidung und bezweifelte, dass es für das im Antrag nicht namentlich genannte Unternehmen in Homburg keinen anderen geeigneten Standort gebe. Die Mehrheiten blieben aber trotz der Einwände unverändert, die Aufstellung des Bebauungsplanes wurde beschlossen.

Bei dem umsiedlungswilligen Unternehmen handelt es sich um das Unternehmen Phast, das derzeit im Biomedizinischen Zentrum (BIZ) in der Kardinal-Wendel-Straße untergebracht ist. Nach Informationen unserer Zeitung plant Phast seit geraumer Zeit eine Vergrößerung seines Unternehmens. Dazu soll es derzeit sowohl Verhandlungen mit dem Hiltruper Orden als auch mit der Stadt Homburg geben. Das Biomedizinische Zentrum ist bekanntlich in Gebäuden des ehemaligen Internats am Johanneum untergebracht. Phast ist einer der Mieter des Hiltruper Ordens.

Wie unsere Zeitung weiter erfahren hat, ist der Orden daran interessiert, das komplette Gebäude gegenüber dem Schultrakt, in dem sich links das Biomedizinische Zentrum befindet, zu verkaufen. Rechter Hand ist dort unter anderem die Mensa des Johanneums untergebracht. Auch die Nachmittagsbetreuung (Silentium) der Schule läuft hier. Nach einem möglichen Verkauf planen die Ordensleute offenbar, an der Schule eine Neubau zu errichten, in dem Mensa und Silentium untergebracht werden könnten. Erste Ansprechpartner bei einem möglichen Verkauf ist dem Vernehmen nach die Firma Phast.

Deren Geschäftsführer Johannes Krämer wollte gestern allerdings mit Blick auf diese laufenden Verkaufsgespräche nicht offziell Stellung nehmen. Es muss also am Ende nicht die Entscheidung stehen, dass das Pharma-Unternehmen tatsächlich vom Biomedizinischen Zentrum auf den Tascher Hof wechselt.