Neue Lehrkräfte am Johanneum

Mit dem Klassiker „Die Feuerzangenbowle“ von Heinrich Spoerl begeisterte die Theatergruppe des Homburger Gymnasiums Johanneum das Publikum. Das hatte jede Menge Spaß mit Pfeiffer's Abenteuern.

Wer kennt nicht die Komödie von Heinrich Spoerl, die Geschichte von Dr. Hans Pfeiffer (der mit den drei "f'"), die Schülerstreiche der Oberprima am Babelsberger Gymnasium sowie die Professoren "Bömmel" und Krey, genannt "Schnauz"? Auch wenn die Geschichte bereits über 80 Jahre alt ist, hat sie immer noch erstaunlich viel mit dem Schülerleben von heute zu tun und sorgt bei Jung und Alt immer wieder aufs Neue für viel Begeisterung.

Nach den Erfolgen von "Andorra" und "Der kleine Prinz" erwartete das Publikum in der Aula des Gymnasiums Johanneum in Homburg auch in diesem Jahr mit dem Klassiker "Die Feuerzangenbowle" einen weiteren Höhepunkt von theaterbegeisterten jungen Leuten. "Reife Leistung trotz Abi-Vorbereitung", "Atemberaubend", "Tolle Darsteller und tolle Kostüme", "Ein Genuss", "Eine echte Freude" - die Kommentare der begeisterten Besucher überschlugen sich. Unter der Regie von Lehrer Manfred Gantner zauberten die jungen Darsteller des Seminarfachs in der voll besetzten Aula ein Feuerwerk der guten Laune auf die Bühne. "Es hat alles geklappt", bescheinigte Gantner, der für die Inszenierung verantwortlich zeichnete, seinen Akteuren "eine Super-Leistung". Mit ihrer ganz eigenen Interpretation des durch den unvergessenen Heinz Rühmann allseits bekannten Spielfilm aus dem Jahre 1944 hatten die Schülerinnen und Schüler zweieinhalb Stunden lang für gute Laune gesorgt. "Da ist überhaupt keine Langeweile aufgekommen", meinte ein sichtlich zufriedener, stolzer Regisseur. "Die Darsteller haben sich als Team präsentiert und sich gegenseitig Hilfen gegeben".

Bestes Beispiel dafür war eine Situation bei der zweiten Aufführung am Samstagabend. Als in einer Unterrichtsstunde der Oberprima bei Professor "Bömmel", eine Paraderolle für Leonie Becker, Bömmels Headset ausgeschaltet war, stand Schüler Rosen (Jonas Biermaier) wie selbstverständlich spontan auf, um "Bömmel" auf das von ihm nicht bemerkte Missgeschick hinzuweisen. Schon war das Problem ganz professionell überspielt und unter dem Beifall des Publikums gelöst!

"Lassen Sie sich in Ihre eigene Schulzeit zurückversetzen", appellierte Manfred Gantner zu Beginn der Aufführung an die Zuschauer, sich zurück zu lehnen und das Stück zu genießen. Und so entwickelte sich aus der Runde älterer Herren, die sich bei einer Feuerzangenbowle Erlebnisse aus ihrer Schulzeit erzählten, die Geschichte von Hans Pfeiffer.

Er, der nie richtige Schulen besucht, nie einen Schulstreich ausgeheckt und nie die Macken der Lehrer kennen gelernt hatte, verwandelt sich in den Schüler Pfeiffer und wird zum Helden "seiner" Oberprima.

Die nächste Aufführung der "Feuerzangenbowle" ist heute Abend um 19 Uhr in der Aula des Johanneums.

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