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Neue Fünftklässler stellen sich beim Sillefest am Johanneum Homburg vor

Schulfest : 144 Kinder in ihrer künftigen Schule

Das Gymnasium Johanneum in Homburg begrüßte die künftigen Fünftklässler mit dem „Sillefest“.

Eigentlich beginnt für die neuen Fünfer das erste Schuljahr an ihrer weiterführenden Schule offiziell erst nach den Sommerferien – und damit dann auch die Zeit, sich dort einzugewöhnen. Am Homburger Gymnasium Johanneum allerdings gibt es seit 19 Jahren eine etwas andere Tradition. Dort können die Jungen und Mädchen, die ab einem kommenden Schuljahr dort die Schulbank drücken, bei der „Sille-Fete“ schon mal vorab reinschnuppern, Lehrer kennen lernen, die ersten Kontakte zu den neuen Klassenkameraden knüpfen und erfahren, was es mit der Ganztagsbetreuung „Silentium“ eigentlich so auf sich hat.

Für dieses Sille-Fest lassen sich eben das „Silentium“ aber auch die eigentliche Schule in jedem Jahr viel einfallen. Für die kommenden Fünfer und ihre Eltern gibt es einen Vortrag in der großen Aula, im Schulhof präsentiert sich die Veranstaltung als echtes Sommerfest mit allerlei Leckerem für Gaumen und Kehle. Diesmal ließ sich dieses Programm, natürlich auch verbal versehen mit dem echten Markenkern, so auflisten: Ab 16 Uhr die Sille-Show mit Sille-Cocktails, Sille Pavillon und Sille-Foto-Show. Ab 17 Uhr dann Sille-Fete mit Sille-Ballonfliegen, Sille-Gourmet, Sille-DJ und Sille-Funpark in der „Joharena“. Ab 18 Uhr gab’s dann das großen „Ententauchen“ mit Siegerehrung – natürlich im Sille-Pool. Also alles „Sille“ oder was? An diesem Tag mit Sicherheit schon, aber natürlich nicht nur. Denn: Für die künftigen Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern gab‘s nicht nur viel Buntes und Spaßiges zu erleben, sondern auch viele wichtige Infos zum Start in die nächste Etappe der schulischen Ausbildung: Was muss man an Utensilien für den Schulalltag kaufen, was nicht? Wann ist eigentlich der erste Schultag? Und wie läuft der ab?

Mittendrin: Oliver Schales, Schulleiter des Johanneums und Gründer von „Silentium Johanneum“, der Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuung des Gymnasiums. Mit seiner Berufung an die Spitze der Schule im vergangenen Jahr haben beide Einrichtungen quasi auch eine personelle Vereinigung erfahren. Die nunmehr 19. „Sille Fete“ ordnete Schales im Gespräch mit unserer Zeitung so ein: „Der Hintergrund ist, dass wir schon am Ende eines Schuljahres ein Begrüßungsfest für die neuen Fünfer machen. Heute kommen alle 144 Jungen und Mädchen, die am Johanneum aufgenommen wurden, mit ihren Angehörigen hierher und werden schon, ich sag mal, aufgenommen.“ Damit gestalte sich der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule einfach angenehmer. „Das soll dann wirklich ein Fest sein, wir wollen hier nicht als Schulleitung große Reden halten“, verdeutlichte Oliver Schales. So gehe es in wenigen Worten um die Konzepte der Schule, des Silentiums und der Mensa. Höhepunkte seien an diesem Nachmittag zum einen der Moment, wenn die 144 künftigen Schülerinnen und Schüler gelbe Luftballons mit ihren Wünschen für die Schulzeit am Johanneum in den Himmel steigen ließen, zum anderen das „Ententauchen“ in einem Plastikpool. „Wir haben insgesamt 1000 Plastikenten verkauft.“ Jede dieser Enten sei dabei ein Los. Insgesamt elf „Ententaucher“ würden nach diesen Enten tauchen – der, dessen Ente „ertaucht“ werde, gewinne etwas, so zum Beispiel ein Klassenfrühstück. Schales: „Das ist natürlich gerade für einen neuen Fünfer toll, wenn der für seine neue Klasse ein solches Frühstück gewinnt.“

Rund um diese beiden Höhepunkte entwickelte sich am Tag der „Sille-Fete“ auf dem Schulhof des Johanneums und in der Schule selbst ein buntes Treiben. Die künftigen Schülerinnen und Schüler lernten ihre Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer kennen, erfuhren, in welche Klasse sie überhaupt gehen, bekamen einen ersten und zweiten Eindruck ihrer neuen Schule. Sie erfuhren einiges über wichtige Projekte am Johanneum, so das „Fairtrade-Konzept“, die „plastikfreie Schule“ und ähnliches. Doch nicht nur für die zukünftigen Schülerinnen und Schüler war die „Sille Fete“ wieder ein besonderer Nachmittag. „Das ist auch für uns teambildend“, erklärte Oliver Schales. „Es sind heute mehr als 80 Lehrerinnen, Lehrer und Mitarbeiter des Silentiums im Dienst.“ Ein solches Fest schweiße damit auch zusammen, war er sich sicher.