Kappensitzung : Bis in die Morgenstunde wurde gefeiert

Die erste Kappensitzung der Freunde der Kerbricher Fasenacht in der voll besetzten Lambsbachhalle war wieder Werbung für den Stadtteil.

Samstagabend um 19 Uhr in der Kirrberger Lambsbachhalle: Die letzten Besucher der ersten Kappensitzung der Freunde Kerbricher Fasenacht strömen gerade in die Halle. „Wir sind für heute Abend restlos ausverkauft. Das ist natürlich ein sehr schöner Auftakt unserer Veranstaltungen. Das Programm wird gegen Mitternacht herum beendet sein“, erklärte der Vereins-Pressewart und -Schriftführer Torsten Kratz. Er sollte später mit seiner Büttenrede „De Dummschwätzer“, als es um das Thema „Die Kerbricher Nachbarschaft“ ging, noch selbst einen großen Auftritt haben. Außerdem trainiert er auch das Männerballett „Paul“, das zu fortgerückter Stunde die Besucher mit seiner Tanzdarbietung „Tikiparty mit Paul“ in den Bann zog.

„Die 320 Sitzplätze sind wie warme Semmel weggegangen. Die Besucher kommen nicht nur aus Kirrberg direkt, sondern auch aus unserem Umfeld in Richtung Homburg und der Pfalz. Wir haben derzeit um die 110 Mitglieder. Alle Menschen, die heute auf der Bühne stehen, sind bei uns im Verein und aus dem Ort. Wir stemmen alles komplett selbst“, erzählte Kratz voller Stolz. Auch der gesamte Bühnenaufbau stamme vom Verein. Mit dem Auf- und Abbau zusammen käme man gut auf ungefähr 60 Helfer. Hinzu kommen die vielen Beteiligten auf der Bühne. Beim Thekendienst helfen Feuerwehr und Pfarrkapelle mit.

In diesem Jahr lautet das Motto „Sonne, Palmen, Meer und Strand – die Südsee ist in Narrenhand“. „Das kann man ja bei den derzeit kälteren Temperaturen gut gebrauchen. Es soll einfach unter den Besuchern etwas Urlaubsstimmung aufkommen. Wenn wir Jahr für Jahr mit dem Abbau fertig sind, wird ein Stuhlkreis gebildet. Dann sprechen wir alles noch einmal durch, was passiert ist. Und dann kommen auch bereits die ersten Vorschläge, welches Motto oder zumindest Thema für das darauffolgende Jahr genommen werden kann“, berichtete Kratz.

Der Funke von den Mitwirkenden auf der Bühne und dem Publikum sprang von der ersten Minute an über. Nach der Begrüßung durch Präsident Erik Schütz und Vizepräsident Markus Didion begann auch schon das abwechslungsreiche Programm. Die beiden Tanzbeiträge der Garde und der Minis sorgten in der Halle für jeweils lang anhaltenden Applaus. Und ein besonderer Höhepunkt des Abends war mit Sicherheit die Eisbrecher-Büttenrede des Vereinsehrenmitglieds Gertrud Hilger. Immer wieder sorgte das Urgestein der Kerbricher Fasenacht für Lacher im Publikum. Und als sie dann nach ihrem durchweg gelungenen Beitrag den Besuchern ihr aktuelles Alter von 89 Jahren verriet, ging ein lang anhaltendes Raunen durch die Halle. Im gesamten Verein wird darauf gehoft, dass Hilger möglichst noch viele weitere Jahre lang in der Bütt ihre Frau stehen kann und die Gesundheit mitspielt. Auch die weiteren Darbietungen kamen sehr gut an. Und als dann der offizielle Teil beendet war, wurde noch bis in die frühen Morgenstunden hinein ausgelassen weitergefeiert.

Der Auftritt der Garde bei der ersten Kappensitzung der Freunde Kerbricher Fasenacht war besonders gelungen. . Foto: Stefan Holzhauser
Vizepräsident Markus Didion und Präsident Erik Schütz (von links) eröffneten den gelungenen Abend in der Lambsbachhalle. Foto: Stefan Holzhauser

Auch in den kommenden Tagen ist die Lambsbachhalle fest in den Händen der Freunde Kerbricher Fasenacht. Am Dienstag, 18. Februar, folgt um 14.33 Uhr die Seniorenfastnacht. Zwei Tage später wird ab 10.30 Uhr das Bürgerhaus erstürmt, ehe es anschließend in der Halle mit einer zünftigen Feier weitergeht. Am Samstag, 22. Februar, ist um 14.33 Uhr Kinderfaasenacht angesagt. Und die zweite Kappensitzung beendet dann einen Tag danach ab 19.11 Uhr das närrische Treiben in der Lambsbachhalle dieses Winters in Kirrberg. „Für die zweite Kappensitzung gibt es noch einzelne Karten. Sie sind bei Elektro Bronder in der Ortsstraße 5 zum Preis von acht Euro erhältlich. Jeder hat ein Sitzplatzrecht“, erklärte Kratz.

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