Nachwuchsmusiker in Homburg zeigten ihr Können

Musikschule : Auf Geige, Cello und Co. durchs Jahr

52 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben diesmal beim Streichertag der Musikschule Homburg mitgemacht.

Der Streichertag der Musikschule Homburg stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der symbolträchtigen Zahl zwölf. Schließlich fand die Veranstaltung bereits zum zwölften Mal statt und auch das Programm des musikalischen Workshops war auf diese Zahl ausgerichtet. Ziel war es nämlich, für jeden der Monate des Jahres ein Stück einzuüben und dem Publikum beim Werkstattkonzert am späten Nachmittag präsentieren zu können. „Wir haben versucht, Stücke auszusuchen, die zu jeder Jahreszeit die passende Stimmung transportieren sollen“, erklärt Ensembleleiterin Birgitta Lauer-Müller. „So viel an einem Tag einzuüben ist aber natürlich eine große Herausforderung.“

Diese Herausforderung ging Lauer-Müller mit einem Ensemble an, dass in dieser Formation noch nie musiziert hat und aus verschiedenen Altersgruppen zusammengesetzt war. Bei den 52 Teilnehmern war von sechs bis 65 Jahren alles dabei, wenngleich die Mehrzahl Kinder und Jugendliche waren. Dass da nicht alle auf einem Niveau spielen können, versteht sich von selbst. Das steht jedoch bei diesem Aktionstag nicht unbedingt im Mittelpunkt. „Unser Ziel ist es, dass die Älteren die Jüngeren tragen. Dementsprechend sind die Stücke so arrangiert, dass es schwerere und einfachere Stimmen gibt. So kann jeder seinen Teil zum Ensemble beitragen“, erläutert Lauer-Müller.

Dabei läuft beim Streichertag vieles recht spontan ab. Zwar wurde eine Vielzahl an Werken bereits im Vorfeld von den Dozenten ausgesucht. Welche Stücke jedoch beim großen Finale, dem Werkstattkonzert gespielt werden, wurde erst im Laufe des Tages entschieden. Kriterium ist hier natürlich vor allem, welche Werke in der Kürze der Zeit am besten eingeübt werden können.

Während bei der Auswahl der Beiträge so immer eine gewisse Ungewissheit bleibt, ist eines jedoch sicher: den Streichertag kann man als eine echte Erfolgsgeschichte bezeichnen. „Als wir diesen Aktionstag vor zwölf Jahren das erste Mal ausgerichtet haben, waren es rund 20 Teilnehmer“, wirft die Leiterin der Musikschule, Carola Ulrich, einen Blick zurück. „Heute beteiligen sich 52 Musiker, vor allem Kinder und Jugendliche. Rein organisatorisch ist viel mehr gar nicht möglich.“

Im Gespräch mit den Nachwuchskünstlern wird auch schnell deutlich, wieso dieser musikalische Workshop so gut ankommt. „Es stimmt einfach die Mischung zwischen Spaß und Herausforderung“, findet der 16-jährige Michel Haupenthal, der mit seinem Cello nicht zum ersten Mal an der Veranstaltung teilnahm. „Dafür, dass man nur so relativ kurz zusammen übt, klappt es meistens dann auch ziemlich gut im Konzert.“ Zur Beliebtheit dürfte vielleicht ebenso beitragen, dass nicht nur musiziert wird, sondern auch etwas Abwechslung im Spiel ist. Schließlich konnte in der Mittagspause ausgiebig gebastelt werden. In diesem Jahr durften sich die Kinder und Jugendlichen mit sichtlich viel Spaß an Betonknete versuchen. Künstlerisches Geschick war also nicht nur an Cello, Geige oder Violine gefragt, sondern auch mit den Händen. Da fehlte eigentlich nur noch der stimmliche Part. Da neben Basteln und Musizieren die Teilnehmer nicht auch noch das Singen übernehmen konnten, waren beim Werkstattkonzert am Nachmittag die Gäste gefragt. Dazu hatten die Dozenten zwölf Volkslieder ausgewählt, die jeweils einen Monat repräsentieren und von den Gästen vorgetragen werden sollten. Da ging es von „Ach bittrer Winter“ für den Januar bis zu „Guten Abend, gut‘ Nacht“ für den Dezember.

Das Werkstattkonzert war somit der schöne Abschluss eines Tages voller Spaß, Herausforderung und natürlich jeder Menge Musik.

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