Nachtschicht mit Weihnachtsbaum

Homburg/Bexbach/Kirkel. 24. Dezember, Heiligabend: Es ist ruhig in den Diensträumen der Polizei-Bezirksinspektion in Homburg. An diesem Abend trägt Polizeihauptkommissar Michael Omlor als Dienstgruppenleiter die Verantwortung, von 21 Uhr am Heiligabend bis sieben Uhr morgens am ersten Weihnachtsfeiertag sind er und seine Kolleginnen und Kollegen im Dienst

Homburg/Bexbach/Kirkel. 24. Dezember, Heiligabend: Es ist ruhig in den Diensträumen der Polizei-Bezirksinspektion in Homburg. An diesem Abend trägt Polizeihauptkommissar Michael Omlor als Dienstgruppenleiter die Verantwortung, von 21 Uhr am Heiligabend bis sieben Uhr morgens am ersten Weihnachtsfeiertag sind er und seine Kolleginnen und Kollegen im Dienst. Im Sozialraum steht, ebenso wie im Bereich der Einsatzleitung, ein Weihnachtsbaum, Kekse und Süßigkeiten verraten schnell, dass es heute zumindest kalendarisch eine besondere Nacht ist. Auch der Chef der Bezirksinspektion, Christof Baltes, ist sich des eher unüblichen Charakters einer Schicht an Heiligabend bewusst. "Wir wünschen Ihnen dienstlich wie privat einen frohen und friedvollen Heiligabend und bedanken uns für ihre Dienstbereitschaft", lässt er in einem Brief die Beamten der Nachtschicht wissen. Zumindest die "Auftragslage" in dieser Schicht steht dem kaum im Wege. Dabei haben Weihnachtsabende durchaus ihren eigenen, polizeilich relevanten Charakter. "Weihnachten ist das Fest der Liebe, sagt man. Es gibt aber auch Menschen, die in diesen Tagen alleine sind, die Probleme haben und dann nicht mehr in der Lage sind, diese Probleme in den Griff zu bekommen. Daraus entstehen nicht selten Situationen, in denen wir tätig werden müssen", fasst Michael Omlor zusammen. Auch für Beziehungen ist Heiligabend und die Weihnachtszeit nicht selten eine Belastungsprobe. So verwundert es nicht, dass Omlor an diesem Abend ein Team raus schicken muss, Streitigkeiten im familiären Umfeld heißt die zu lösende Aufgabe. Schon im Laufe der Tagschicht hatten sich die Beamten um einen vergleichbaren Fall gekümmert. Für Omlor unterscheidet sich bei all dem im Kern der Dienst an Weihnachten nicht von den anderen Tagen des Jahres. "Früher was das anders. Aber Weihnachten an sich hat sich verändert. In den Familien selbst wird oft bis 22 oder 23 Uhr gefeiert. Anschließend gehen die Jugendlichen noch mal raus, in Gaststätten oder Diskotheken." Da werde natürlich Alkohol konsumiert, für die Folgen ist dann auch mal die Polizei zuständig. Insgesamt präsentierten sich die Weihnachtsfeiertage 2008 ausgesprochen ruhig: Die Rettungswache am Universitätsklinikum vermeldete kein besonderes Einsatzaufkommen. Auch die Homburger Feuerwehr musste keine größeren Einsätze fahren. Lediglich ein Autobesitzer wird dieses Weihnachten in keiner wirklich guten Erinnerung behalten: Auf der Windschnorr in Kirkel wurde ihm aus dem Kofferraum seines Fahrzeuges eine Billardausrüstung im Wert von 1000 Euro gestohlen.