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„Mut wird nicht immer belohnt“

„Mut wird nicht immer belohnt“

Im letzten Heimspiel vor der Winterpause hat Fußball-Regionalligist FC Homburg am Samstag eine 2:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern II erlitten. Dabei erwiesen sich die Gäste als Musterbeispiel in Sachen Effektivität.

Marc Gallego hat sein Versprechen gehalten. "Wir werden am Samstag sicher schöneren Fußball zeigen", hatte der Mittelfeldspieler des FC Homburg am Dienstag nach der 0:1-Niederlage beim 1. FC Saarbrücken gesagt. Gereicht hat es trotzdem nicht. Das letzte Heimspiel des Fußball-Regionalligisten in diesem Jahr endete mit einer unglücklichen 2:3-Niederlage gegen die U23 des 1. FC Kaiserslautern .

Nur 767 Zuschauer erlebten dabei den Bilderbuchstart des FCH im Homburger Waldstadion mit. In der zweiten Minute war es einmal mehr Patrick Schmidt, der mit einem Flachschuss aus 16 Metern das 1:0 besorgte. Ganz anders als bei der 0:1-Pleite im Hinspiel auf dem Betzenberg legten die Grün-Weißen los wie die Feuerwehr. André Kilian mit einem Schuss aus 20 Metern (6.) und erneut Schmidt (7.) zielten knapp daneben und vergaben so das 2:0.

Kurz darauf begann die Phase, die Schmidt als "fünf Minuten Totalausfall von allen" bezeichnete. Der FCK erwies sich als ein Musterbeispiel an Effektivität und erzielte mit seiner ersten Chance in der elften Minute das 1:1. Ein von Alexander Bugera kurz vor dem Homburger Strafraum getretener Freistoß schlug im langen Toreck ein. Nur drei Minuten später verursachte Nils Fischer einen Foulelfmeter an Lauterns Manfred Osei Kwadwo. Mario Pokar verwandelte den Strafstoß eiskalt zur Lauterer 2:1-Führung. Dass diese bis zur Halbzeit hielt, hatte der FCK seinem Torwart Julian Pollersbeck zu verdanken. In der 37. Minute verhinderte dieser mit einer Glanzparade gegen einen Schuss von Schmidt den Ausgleich.

"Wir schenken denen die Führung", ärgerte sich der ganz stark aufspielende Schmidt. Linksverteidiger Sebastian Wolf fand bei seiner Selbstkritik ganz ähnliche Worte: "Wir haben sehr gut angefangen. Dann haben wir fünf Minuten geschlafen und denen zwei Tore geschenkt."

Vier Minuten nach dem Wiederanpfiff wurde der Jubel über Schmidts vermeintlichen Ausgleichstreffer durch die Abseitsentscheidung von Schiedsrichter Tobias Fritsch jäh beendet. In der 59. Minute war es Fischer, der aus kurzer Distanz aber doch zum verdienten 2:2 einschoss. Zehn Minuten später setzte FCH-Trainer Jens Kiefer nach eigenen Worten "alles auf eine Karte" und wechselte mit Angelo Vaccaro und Kai Hesse zwei weitere Stürmer ein. Wie Kiefer selbst aber weiter sagte: "Mut wird nicht immer belohnt." In der Nachspielzeit kam Wolf im Strafraum gegen Jan-Lucas Dorow zu spät und verursachte den zweiten Elfer für die Roten Teufel. Der Saarländer Calogero Rizzuto verwandelte zum späten 3:2-Sieg für die Gäste.