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Musik in Homburg am 2. und 3. Mai: Trailhead und Roberto Tardito

In Homburger Musikkneipe Mandy's Lounge : Lieder von unterwegs und ein italienischer Poet

In der Musikkneipe Mandy’s Lounge in Homburg sind am 2. und 3. Mai Trailhead und Roberto Tardito zu hören

Es gibt wieder ordentlich etwas zu hören in der Homburger Musikkneipe Mandy‘s Lounge in der Kirrbergerstraße 7. Heute, am Donnerstag, 2. Mai, sind hier Roadside Folksongs mit Trailhead zu hören, kündigen die Veranstalter an. Wem Musiker wie Crowded House, Ron Sexsmith, Tom Petty, Neil Young und Jackson Browne gefallen, der werde sich auch bei Trailhead musikalisch zu Hause fühlen. Hinter dem Namen Trailhead, was den Ausgangspunkt eines Wanderweges bezeichnet, verbirgt sich der Berliner Tobias Panwitz, der seine Reiseerlebnisse und Begegnungen am Wegesrand in energiegeladenen Folksongs und stimmungsvollen Balladen einfließen lässt. Mit Gitarre, Mundharmonika, Ukulele, Klavier oder dem bolivianischen Charango besingt Trailhead Erlebnisse zwischen amerikanischen Landstraßen, spanischen Wegen, lettischen Flüssen und südamerikanischen Landschaften. Beeinflusst von Amerikas klassischen Songwritern der 60er und 70er Jahre verbindet Panwitz die englischen Songs auf seinen Konzerten mit Geschichten und Erzählungen über die Orte und Momente in denen sie entstanden.

Am Freitag, 3. Mai, kommt Roberto Tardito aus Italien im Rahmen seiner aktuellen Europatournee in die Homburger Vorstadt. Tardito veröffentlichte 2007 sein Debutalbum „Controvento“, das durch die Zusammenarbeit von Musikern wie Angelo Adamo, Giorgio Cordini, Alberto Guareschi, Antonio Marangolo, Agostino Marangolo, Pier Michelatti und Vincenzo Zitello entwickelt wurde. Dank dieser Arbeit war Roberto Tardito der erste italienische Künstler, der am dem von Peter Gabriel organisierten internationalen Projekt WE7, teilgenommen hat.

 Durch seine inzwischen neun CDs und durch Liveauftritte in Europa und den USA sei der italienische „Cantautore“ mittlerweile international bekannt. Tardito ist ein Poet, der sehr wohl auch gesellschaftskritisch werden kann. Sein Vortragsstil ist nicht nur sehr musikalisch, sondern auch gefühlsbetont – singt er doch über Themen, die ihn bewegen. Seine leicht raue Stimme – in Kritiken taucht immer wieder der Vergleich mit Paolo Conte auf – sorgt dabei für besondere Intensität.

Nur mit seiner akustischen Gitarre, teilweise auch sich selbst auf der Mundharmonika begleitend – siehe Bob Dylan, mit dem er oft verglichen wird, philosophiert er über den Sinn des Lebens, die Verbote im täglichen Einerlei, das fehlende Engagement in der Gesellschaft. Eben die klassischen Liedermacher-Themen, die man dem völlig in seine Musik vertieften Italiener sofort abnimmt. Wie bei seinem letzten Konzert in Mandy‘s Lounge gibt es für das Publikum wieder eine Übersetzung seiner Texte.

„Se fossi Dylan“, „Wenn ich Dylan wäre“, heißt eine CD von  Tardito. Und wirklich lassen sich einige Parallelen zwischen dem italienischen Liedermacher und dem amerikanischen Nobelpreisträger finden. Allerdings ist das Italienisch des aus dem Piemont stammenden Tardito eindeutig besser verständlich als das Genuschel des US-Poeten Bob Dylan.

Beide Veranstaltungen beginnen bei freiem Eintritt um 20 Uhr.