„Mund abputzen und gut ist“

Der FSV Jägersburg hat seinen dritten Tabellenplatz in der Oberliga am Samstag durch den 3:1-Heimsieg gegen den SVN Zweibrücken gefestigt. Dabei taten sich die Jägersburger vor der Pause schwer, erst nach dem Wechsel wurde es besser.

Manche Fans in der Fußball-Oberliga werden sich nach dem elften Spieltag wundern. Dass der SC Hauenstein und die TuS Koblenz jeweils mit 28 Punkten die Tabelle anführen, ist sicherlich keine Überraschung. Aber direkt dahinter folgen mit dem FSV Jägersburg (20 Zähler) sowie dem FC Blau-Weiß Karbach (19) zwei Aufsteiger, die vor der Saison wohl niemand so weit oben auf der Rechnung hatte.

Auch am vergangenen Wochenende siegten die starken Neulinge im Gleichschritt, wobei die Karbacher am Sonntag beim 1:0 dem SC Hauenstein sogar die erste Saison-Niederlage bescherten. Einen Tag zuvor hatten die Jägersburger zu Hause eine weitaus unangenehmere Aufgabe zu meistern. Zu Gast war der noch punktlose Tabellenletzte SVN Zweibrücken. Dabei zählte für die Saarländer als haushoher Favorit nur ein Sieg. Die Gäste wurden vor 240 Zuschauern an der Außenlinie von Co-Trainer Cedric Friedmann betreut. Unter der Woche hatten sich die Zweibrücker vom bisherigen Trainer Sorin Radu getrennt. Wie Friedmann erklärte, steht mit Raphael Laghnej der Nachfolger bereits fest. Friedmann wird Co-Trainer bleiben.

In der ersten Halbzeit tat sich der FSV noch richtig schwer. Es fehlte der Elf von Trainer Marco Emich der gewohnte Schwung, um das Tor der Gäste ernsthaft in Gefahr zu bringen. Erst nach 21 Minuten zwang Daniel Dahl SVN-Schlussmann Andrei-Sorin Popescu zu einer ersten Parade. Dann gab es nach einem Zweikampf zwischen Zweibrückens Berti Brandon Diau und Max Wettmann einen Strafstoß, aber Daniel Dahl schoss den Ball rechts am Tor vorbei (38. Minute).

Hasemann mit Gewaltschuss

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte fiel dann aber doch noch das 1:0, als Florian Hasemann mit einem 17-Meter-Gewaltschuss aus halbrechter Position genau Maß nahm. Bis dahin waren die Gäste keineswegs wie ein Tabellenletzter aufgetreten, gingen engagiert in die Zweikämpfe und spielten auch bis zum gegnerischen Strafraum gut. Dort fehlte aber die nötige Durchschlagskraft.

Nach der Pause steigerte sich der FSV. Marvin Gabriel bereitete das 2:0 von Daniel Dahl vor (66.). Und Steven Simon legte für Christopher Dahl das 3:0 vor (76.), ehe Valdrin Dakaj per Kopf verkürzte (82.). "Die zweite Hälfte war okay - Mund abputzen und gut ist", meinte Emich, dessen Elf am nächsten Samstag um 15.30 Uhr beim 13. TSG Pfeddersheim gastiert.