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Mobiler Blitzer im Saarpfalz-Kreis nach Beschädigung wieder im Einsatz

4250 Euro Schaden waren entstanden : Mobiler Blitzer im Saarpfalz-Kreis nach Beschädigung wieder im Einsatz

Die Anlage, die nahezu im gesamten Saarpfalz-Kreis eingesetzt wird, war im Februar von Unbekannten mutwillig beschädigt worden.

Die Bauschaumattacke auf den mobilen Blitzer des Saarpfalz-Kreises im Februar hat rund 4250 Euro an Reparaturaufwand verursacht. Das erklärt die Kreis-Pressestelle auf Anfrage. Der Blitzerwagen war kurz nach seiner Anschaffung in Höhe der A 8-Auffahrt bei Limbach „Auf der Windschorr“ aufgestellt, als zwischen dem 9. und 10. Februar ein Unbekannter ein Loch hineingebohrt und das Innere mit schnell aushärtendem Bauschaum ausgefüllt hatte. Die Polizei hat bisher noch keine heiße Spur zum Täter.

Nach der Reparatur ist die transportable Radarmessstation nun wieder in Betrieb.  Landrat Theophil Gallo (SPD) gegenüber unserer Zeitung: „Die mobile Geschwindigkeitsmessanlage wird weiterhin eingesetzt, dafür ist sie schließlich beschafft worden. Für die Frage des Standorts sind Aspekte entscheidend wie etwa die bisherige Unfallhäufigkeit, die oftmals mit zu hoher Geschwindigkeit zusammenhängt. Wir kommen natürlich auch konkreten Beschwerden und Hinweise aus der Bevölkerung nach, um neuralgische Punkte zu kontrollieren und durch die Überwachung auch letztlich zu entschärfen.“

Nachfragen von Seiten der Kommunen gebe es immer wieder. Einzig St. Ingbert falle bei diesem Punkt nicht in die Zuständigkeit des Kreises. Ob und wie lange am jeweils  gewünschten Standort die Anlage aufgestellt werden könne, werde jeweils und bezogen auf den Einzelfall geprüft.

Und wie versucht der Kreis zu verhindern, dass ein solcher  Zwischenfall erneut geschieht? Man wolle solche Vorfälle nicht weitergehend thematisieren, heißt es aus der Pressestelle. Landrat Gallo: „Wir hoffen zunächst auf die Einsicht der Bürgerinnen und Bürger, dass der Einsatz von Blitzern generell der Sicherheit der Menschen dient vor denjenigen, die mit ihrem Fahrzeug nicht verantwortungsvoll umgehen, zu schnell fahren und dadurch ihre Mitmenschen gefährden. Andererseits hoffen wir auf den Anstand, öffentliches Eigentum, das allein diesen Zwecken dient, nicht mutwillig zu beschädigen. Leider scheint es so zu sein, dass sich der eine oder andere ermutigt fühlt, dies dennoch zu tun. Wir wollen solches verantwortungsloses Verhalten nicht dadurch fördern, dass darüber ausführlich berichtet wird und Menschen geradezu motiviert werden, solche Straftaten zu begehen.“

Ob der Vandale, der im Februar den Blitzer unbrauchbar gemacht hatte, inzwischen ermittelt werden konnte, war von Seiten der Polizei nicht zu erfahren.