Mit Rückenwind zurück in die Liga

Mit Rückenwind zurück in die Liga

Während der FC Homburg in der Regionalliga noch nicht so recht in Schwung gekommen ist, fegte er im Pokal regelrecht über Oberligist Hertha Wiesbach hinweg. Der Erfolg soll in der Liga gegen Steinbach helfen.

Dass sich der FC Homburg im Viertelfinale des Fußball-Saarlandpokals beim FC Hertha Wiesbach in dieser Deutlichkeit durchsetzen würde, hatten wohl die Wenigsten erwartet. Der Oberligist aus Wiesbach, der nach den beiden Siegen gegen den 1. FC Saarbrücken in dieser wie schon in der vergangenen Saison als Pokalschreck galt, hatte dem Regionalligisten aus Homburg bei dessen ungefährdetem 6:0 (3:0)-Sieg kaum etwas entgegenzusetzen.

Bereits nach 20 Minuten führten die Gäste nach Toren von André Kilian (12. Minute), Jaron Schäfer (18.) und Marc Gallego (20.) mit 3:0. Obwohl es die Grün-Weißen in der zweiten Hälfte deutlich ruhiger angehen ließen, kam der FCH durch Timo Cecen (72. und 80.) und Chadli Amri zu drei weiteren Treffern.

Im Halbfinale müssen die Homburger nun beim Oberligisten SF Köllerbach antreten. Dort können sich die favorisierten Homburger mit einem Sieg zum dritten Mal in Folge für das Pokalfinale qualifizieren. Gewinnen beide Favoriten ihre Vorschlussrundenpartien, lautet die Endspielpaarung zum dritten Mal nacheinander FC Homburg gegen SV Elversberg . Der Homburger Ligakonkurrent, der sich im Viertelfinale mit 3:0 beim SV Auersmacher durchsetzte, muss im Halbfinale zum Saarlandligisten FV Diefflen.

"Der Sieg war für uns alle wichtig. Wenn er dann auf so überzeugende Weise passiert, ist es doppelt schön", freut sich FCH-Trainer Jens Kiefer über den ersten Pflichtspielsieg in diesem Jahr. Der Zweite soll am Samstag um 14 Uhr in der Liga folgen, wenn der TSV Steinbach im Homburger Waldstadion antritt. Dann will der FCH die beiden bitteren Auftaktpleiten (0:4 bei 1899 Hoffenheim II, 0:3 bei Eintracht Trier ) vergessen machen. "Wenn man zwei so klare Niederlagen einsteckt, hat man schon Bauchschmerzen", gibt Kiefer zu. Der Trainer will den Pokalerfolg nicht als Messlatte für die Liga anlegen. "Wiesbach ist eine Oberligamannschaft, keine Regionalliga", sagt Kiefer und fügt hinzu: "Steinbach ist ein völlig anderes Team. Gegen die können wir nur gut aussehen, wenn wir bis an unsere Leistungsgrenze gehen."

Trotz des tabellarischen Niemandslandes, in dem sich die neuntplatzierten Homburger bewegen, sieht Torwart Tobias Trautner kein Motivationsproblem. "Wenn man einen Spieler extra motivieren muss, ist er ganz falsch im Fußball", sagt der 21-Jährige.

In Wiesbach ersetzte Trautner in der zweiten Hälfte seinen Kollegen David Buchholz, der nach einem Zusammenprall wegen Oberschenkelproblemen nicht weitermachen konnte. Ob Buchholz, der nach dem längerfristigen Ausfall von Stammtorhüter Florian Fromlowitz (Knieprobleme) die Nase vorne hatte, gegen Steinbach spielen kann, ist noch offen. Sollte Trautner in die Mannschaft rutschen, ist Kiefer nicht bange. "Tobi hat seine Sache in Wiesbach gutgemacht", lobt der Trainer seinen Tormann.