Geld vom Land für Homburg Mit Geld vom Land soll Homburger Innenstadt gestärkt werden

Homburg · Wie kann der Einzelhandel in den Innenstädten gestärkt werden? Antwort auf diese Frage will das Zukunftskonzept für den Handel im Saarland 2030 der saarländischen Landesregierung geben. Ein Instrument dieses Konzeptes ist ein spezielles Förderprogramm.

Ein Teil des nun vom Land geförderten Konzeptes „Hom City – a place to be“ ist ein digitales Management von gewerblichen Leerständen.

Ein Teil des nun vom Land geförderten Konzeptes „Hom City – a place to be“ ist ein digitales Management von gewerblichen Leerständen.

Foto: Thorsten Wolf

Dessen Ziel ist es, „die Entwicklung neuer, zukunftsweisender Konzepte und Projekte zur Stärkung des Einzelhandels und zur Belebung der Innenstädte, Stadtteil- und Ortszentren in den Kommunen zu ermöglichen und damit beispielsweise innerörtlichen Leerständen entgegenzuwirken oder neuen Schwung in die gemeinsamen Aktivitäten der örtlichen Gewerbetreibenden zu bringen“, so das Wirtschaftsministerium.

In einer ersten Phase erhalten nun Püttlingen, St. Wendel, Saarlouis, Neunkirchen und Homburg für ihre Konzepte entsprechende Fördersummen. Als erste Kommune war da am Mittwoch Homburg dran. Aus den Händen von Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) konnte sich Homburgs Bürgermeister Michael Forster (CDU) über eine Zuwendung in Höhe von 200 000 Euro freuen. Dieses Geld soll nun dazu genutzt werden, das Projekt „Hom City – a place to be“ in die Tat umzusetzen. Hinter diesem Konzept steht in zwei Komponenten zum einen die Einführung eines digitalen Managements von gewerblichen Leerständen in der Innenstadt. Zum anderen sollen gezielt mit dem Blick auf die Jugend Angebote entwickelt werden, um die Aufenthaltsqualität und damit die Verweildauer in der Innenstadt zu erhöhen.

Die Förderung der Attraktivität der Homburger Innenstadt nannte Michael Forster anlässlich der symbolischen Scheckübergabe eine wichtige Zukunftsaufgabe. „Die Innenstädte, und das ist nicht nur in Homburg so, sind nicht mehr so belebt, wie das früher mal der Fall war – um es vornehm auszudrücken. Und wenn wir es nicht schaffen, die Innenstädte zu bespielen, werden wir eine Verödung erleben.“

Barke verhehlte nicht, dass es nicht nur der Internethandel sei, der die Innenstädte unter Druck setze. „Wir haben in Sachen Handel in der Vergangenheit Fehler gemacht, in dem wir zu viel auf der grünen Wiese realisiert haben.“ Damit habe man die eigenen Ortskerne geschwächt. „Wir hatten schon im Vorfeld des E-Commerce-Booms entsprechende Entwicklungen. Dagegen muss man jetzt arbeiten.“ Nun, da der Handel nicht mehr der alleinige Frequenzbringer in den Zentren sei, müsse man andere Wege gehen.