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Mit dem Ziel soziale Gerechtigkeit

Mit dem Ziel soziale Gerechtigkeit

Homburg/Blieskastel. Die IG Metall lebt durch ihre Mitglieder. Ohne Mitglieder kann keine Gewerkschaft die Interessen der Beschäftigten vertreten. Im Rahmen der Jubilarenehrung der IG-Metall-Verwaltungsstelle Homburg-Saarpfalz im Kulturzentrum Saalbau wurden zahlreiche Männer und Frauen für 60-, 50-, 40- und 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet

Homburg/Blieskastel. Die IG Metall lebt durch ihre Mitglieder. Ohne Mitglieder kann keine Gewerkschaft die Interessen der Beschäftigten vertreten. Im Rahmen der Jubilarenehrung der IG-Metall-Verwaltungsstelle Homburg-Saarpfalz im Kulturzentrum Saalbau wurden zahlreiche Männer und Frauen für 60-, 50-, 40- und 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. "Ihr habt Jahrzehnte lang an der IG Metall festgehalten und mit dazu beigetragen, dass die Gewerkschaft für eine sozial gerechte Gesellschaft steht", würdigte Werner Cappel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle Homburg-Saarpfalz, in seiner Festansprache die Treue und Solidarität der insgesamt 620 Jubilare mit ihren 20 725 Mitgliedsjahren. "Eine fast unglaubliche Menge an Erfahrung", stellte Cappel fest. Sie hätten nicht nur ihren eigenen Vorteil gesehen, sondern für andere, für Schwächere, mitgekämpft und mit dafür gesorgt, dass sich die Lebensbedingungen verbesserten. In seiner Festansprache machte Cappel einen Streifzug durch die Geschichte und blickte auf einige der wichtigsten Ereignisse von vor 60, 50, 40 und 25 Jahren sowie auf gewerkschaftliche Erfolge in Sachen Arbeitnehmerrechte und soziale Gerechtigkeit zurück. 22 Jubilare waren 1949, dem Jahr der Gründung der "Industriegewerkschaft Metall für die Bundesrepublik Deutschland", in die Gewerkschaft eingetreten. 53 Jubilare wurden vor 50 Jahren Gewerkschaftsmitglied, im Jahr der Rückkehr des Saarlandes in die Bundesrepublik. Die 200 Mitglieder, die für 40 Jahre geehrt wurden, seien in einer Zeit des Aufbruchs in die IG Metall eingetreten. Die Wahl Willi Brandts zum Bundeskanzler stellte "einen Markstein des gesellschaftlichen Wandels" dar, so Cappel. Das Jahr 1984, in dem sich die 345 Mitglieder, die für 25 Jahre Mitgliedschaft zur Ehrung anstünden, für die IG Metall entschieden hätten, sei vor allem mit dem über sieben Wochen dauernden Arbeitskampf um die 35-Stundenwoche verbunden. Cappel ging auch auf die Finanz- und Wirtschaftskrise und ihre Auswirkung auf die Firmen im Zuständigkeitsbereich der IG Verwaltungsstelle Homburg-Saarpfalz ein. "Insgesamt 1000 Beschäftigte haben seit Beginn der Krise ihre Arbeit verloren", teilte er mit. Erfreulich sei der hohe Organisationsgrad der IG Metall. 90 Prozent aller neuen Auszubildenden seien im vorigen Jahr Mitglied geworden; in diesem Jahr entwickele sich die gleiche Tendenz. Gemeinsam mit dem 2. Bevollmächtigten Ralf Reinstädtler zeichnete Werner Cappel die Jubilare aus. "Insgesamt 1000 Beschäftigte haben seit Beginn der Krise ihre Arbeit verloren." Werner Cappel