Firmenporträt: Eskape Limbach: Mit Barcode-Scannern zu glücklichen Kunden

Firmenporträt: Eskape Limbach : Mit Barcode-Scannern zu glücklichen Kunden

Die Limbacher Firma Eskape findet Hardware-Löungen und wurde jetzt als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet.

Sie sind aus dem täglichen Leben eigentlich gar nicht mehr wegzudenken: computerlesbare Etiketten. Wo früher emsige Kassiererinnen Preise an der guten alten Tastenkasse eingaben, sorgen heute so genannte „Barcode-Scanner“ dafür, dass alle Beteiligten wissen, was wen wie viel kostet. Doch dieser Moment, wenn nach einem kurzen „Piep“ der aufgerufene Preis auf dem Kassen-Display aufleuchtet, ist nur ein schneller Blick in ein weitaus umfangreicheres Warenwirtschaftssystem, eines, dass es ermöglicht, Produkte in Sachen Ort, Bestandszahl und weiteren Parametern zu verfolgen. Ohne solche moderne Identifikationstechnik geht heute in der Warenwirtschaft eigentlich nichts mehr, ganz gleich,  ob es sich um den Betrieb eines Lagers oder den Bereich des Endkundengeschäfts geht.

Doch wer sorgt eigentlich dafür, also rein technisch gesehen, das heute eine maximale Transparenz im Bereich der Warenwirtschaft herrscht? Eine Antwort auf diese Frage findet sich im Gewerbepark an der Autobahn in Limbach. Dort hat seit 2002 das Unternehmen „Eskape“, gegründet 1998, sein Zuhause. Aktuell und auf inzwischen 1200 Quadratmetern arbeiten über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an kundenorientierten Hardware-Lösungen, wenn es darum geht, Produkte ganz unterschiedlicher Art „im Auge zu behalten“. Die Komponenten, mit denen Eskape seinen Kunden ganz individuelle Lösungen bereitstellt: Geräte zur mobilen Datenerfassung, kurz MDE-Geräte (die kennt man vom netten Paketboten), Barcode-Scanner (wie man sie auch von modernen Kassensystemen kennt), Etiketten (quasi der „Ausweis“ einer jeden Ware), spezielle Etikettendrucker und der nötigen Kundenservice. Dabei produziert Eskape nicht selbst die technische Ausstattung, sondern greift auf einen Pool entsprechender Hersteller zurück – und stellt so nach Kundenwünschen und Kundennotwendigkeit individuelle Lösungen zusammen.

Das Unternehmen selbst hat einen strukturellen Dreiklang: Unter dem Dach einer Holding finden sich die Technik GmbH und die Identifikationstechnik AG. Zahlenmäßig passend dazu war es am vergangenen Freitag mit Claudia Heß und Manuel Cazacu als Eskape-Vorstand des Unternehmens sowie Nina Holdmann von der Geschäftsführung der Eskape Holding ein Führungstrio, dass im Gespräch mit unserer Zeitung ein bisschen was über das Unternehmen erzählte. Der gute Anlass: Die Auszeichnung von Eskape als „familienfreundliches Unternehmen“, vergeben von der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes und des saarländischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Claudia Heß fasste dabei gleich zu Beginn des Gesprächs knapp und prägnant zusammen, um was es bei „Eskape“ geht: „Wir sorgen für eine lückenlose Zurückverfolgbarkeit von Ware in einem logistischen Prozess“. Dabei habe man sich unternehmensseitig auf Hardware-Lösungen fokussiert, für die nötige Software greife man auf entsprechende Partner zurück.

„Wir schauen uns bei unseren Kunden um, stellen die entsprechenden Bedürfnisse fest und stellen die entsprechende Hardware-Lösung zusammen.“ Hier arbeite man mit allen marktführenden Herstellern von dafür nötigen technischen Geräten zusammen. Das Ganze hört sich nach einer nicht unbedingt üblichen Geschäftsidee an. Eben die sei Ende der 1990er mit einer entsprechenden Nachfrage nach solchen Waren-Identifikationssystemen entstanden, erinnerte sich Heß. „Es war einfach Bedarf da, ein Bedarf, der weiter steigen wird.“ Denn, so Heß, noch heute gebe es Unternehmen, die ihre Ware und Warenbestände mit Excel-Tabelle und Kugelschreiber überwachten, „das ist wirklich so“. Alternativ dazu biete Eskape eben automatische Identifikations-Systeme (Auto-ID) als probates Mittel an, um Waren auf ihrem Weg durch einen logistischen Prozess lückenlos überwachen zu können.