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Millimeterarbeit mit dem Weihnachtsbaum

Millimeterarbeit mit dem Weihnachtsbaum

In gut einer Woche, am Freitag, 28. November, wird der Nikolausmarkt auf Homburgs Marktplatz eröffnet. Der Weihnachtsbaum steht bereits, die Buden fehlen noch. Neben vielem Bewährten, wird diesmal eine neue Krippe aufgebaut.

Die letzten Meter sind Millimeterarbeit, elf Männer sind vollauf damit beschäftigt, dass die zwölf Meter hohe Rotfichte auf dem Lastwagen sicher durch das Nadelöhr Karlsbergstraße auf Homburgs historischen Marktplatz kommt - zusätzlich erschwert durch die aktuelle Baustelle und die Weihnachtsbeleuchtung. "Schrittgeschwindigkeit ist schon übertrieben", sagt Jens Motsch, stellvertretender Leiter des städtischen Baubetriebshofs (BBH), über das Tempo. Um neun Uhr hatte die Aktion Weihnachtsbaum für die Mitarbeiter des BBH gestern begonnen - auf einem Grundstück in Käshofen. Und damit ist Homburgs Weihnachtsbaum diesmal sozusagen offiziell ein Pfälzer. Im Nachbar-Bundesland stand die Rotfichte viele Jahre, bevor sie in einer halben Stunde gefällt und "reisefertig" auf den Transporter gebracht wurde. Auch das ist übrigens keine leichte Sache. Der Baum werde oben an den Kran des Transport-Lkws gebunden, die Kerbe im Stamm werde dann so gesetzt, dass er zum Auto hin fällt. Dabei sei die Befestigung unter Spannung, schließlich dürfe er nicht einfach so abgelegt werden, da sonst die Äste dort brechen, wo er draufliegt, erläutert Stephan Landwehr , Gärtnermeister beim BBH.

Einmal auf dem Weg war man gut im Zeitplan, erläutert Jens Motsch. Das hänge am Ende auch damit zusammen, ob sich die Parker ans Halteverbot halten. Diejenigen, die das nicht tun, ausfindig zu machen oder Fahrzeuge gar abschleppen zu lassen, koste natürlich Zeit. "Das planen wir immer ein in die Logistik", so Motsch. Der Abschleppwagen musste gestern aber gerade so nicht anrücken.

Nun schmückt die Rotfichte also Homburgs Mitte und bald werden rundum die Buden des Nikolausmarktes stehen. Der wird am Freitag, 28. November, um 17.30 Uhr von Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind eröffnet. Man setze auf Bewährtes und das, was für den 40. Geburtstag des Marktes im vergangenen Jahr erneuert wurde, sagt Christoph Neumann, Geschäftsführer der verantwortlichen Homburger Kulturgesellschaft. Das alte Rathaus wird sich also wieder mit beleuchteten Fenstern präsentieren, und der Nikolaus kommt nicht mehr täglich, aber viermal - unter anderem zur Eröffnung. Zudem können sich die Kinder auf einem Schlitten mit dem Nikolaus fotografieren lassen. Darüber hinaus setzt man auf eine einheitliche Deko-Linie, ansprechend gestaltete Geschenkkartons sollen sowohl im großen Baum hängen, als auch neben den Buden stehen. Neu sein wird in diesem Jahr die Krippe, kündigt Neumann an. Sie werde in einer Holzhütte stehen mit 1,20 Meter großen Figuren.

Weihnachtliches gibt es bis 7. Dezember zudem für die Ohren mit vielen Homburger Orchestern, Musikvereinen, Kapellen , Bands, Chören - auch aus Schulen. Geplant ist weiter ein Kinderprogramm und eine Tombola für den guten Zweck.

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