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Meisterinnen an Harfe und Violine Solo und im Duett erfolgreich

Meisterinnen an Harfe und Violine Solo und im Duett erfolgreich

Homburg. Nach ihrem fulminanten Auftakt mit dem jungen amerikanischen Pianisten Jonathan Biss gehen die "Homburger Meisterkonzerte" am Donnerstag, 28. Oktober, 20 Uhr im Kulturzentrum Homburger Saalbau in ihre zweite Runde. Angesagt haben sich die Geigerin Jenny Abel und die Harfenistin Alice Giles, die in aller Welt als Spitzenstars ihrer Instrumente gelten

Homburg. Nach ihrem fulminanten Auftakt mit dem jungen amerikanischen Pianisten Jonathan Biss gehen die "Homburger Meisterkonzerte" am Donnerstag, 28. Oktober, 20 Uhr im Kulturzentrum Homburger Saalbau in ihre zweite Runde. Angesagt haben sich die Geigerin Jenny Abel und die Harfenistin Alice Giles, die in aller Welt als Spitzenstars ihrer Instrumente gelten. Der Zusammenklang von Violine und Harfe hat seinen eigenen Zauber. Es gibt wenig Originalliteratur für diese Kombination, aber es gibt sie. So ist etwa Louis Spohr, der "Deutsche Paganini" in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert, sehr oft mit seiner Gattin aufgetreten, der bedeutenden Harfenistin Dorette Scheidler. Aus ihrem Duo-Repertoire erklingt Spohrs 1815 entstandene Sonata Concertante über Themen aus Mozarts "Zauberflöte". Eine ähnlich gewichtige Originalkomposition für Violine und Harfe ist auch die Fantasie opus 124 von Camille Saint-Saëns aus dem Jahre 1907. Jenny Abel und Alice Giles werden trotz ihrer weltweiten Einzelkarrieren immer wieder als Duokombination identifiziert. Zeitgenössische Komponisten widmen ihnen daher Originalwerke wie auch die bekannte rumänische Komponistin Violeta Dinescu 2009 ihre "Augenblicke" für Violine und Harfe. Als reizvolle Spiegelungen der Werkfolge haben die beiden Widmungsträgerinnen Dinescus "Augenblicke" nach Mozart, Schumann, Schostakowitsch, Enescu und Bartók zwischen die anderen Werke von Beethoven, Enescu, Bartók, Caplet und Piazolla eingestreut. Die Veranstalter Verkehrsverein und Kulturamt Homburg laden also zu einem spannenden Meisterkonzert im Abonnement und freien Verkauf ein, in dem es viele musikalische Kostbarkeiten zu entdecken gilt. Der Vorverkauf dazu wurde im Amt für Kultur und Tourismus der Kreisstadt Homburg im Rathaus, Am Forum, bereits eröffnet. Die Eintrittskarten kosten im freien Verkauf 21,50 und 19,50 Euro, ermäßigt 16,50 und 14,50 Euro. Ein Programm mit Werkeinführungen wird vor den Saaltüren angeboten. icKarten und Infos unter der Telefonnummer (0 68 41) 10 11 66 oder per E-Mail an: touristik@homburg.de.Homburg. Die Geigerin Jenny Abel und Alice Giles, Harfe, sind für das nächste Meisterkonzert am 28. Oktober in Homburg angekündigt. Alice Giles erregte 1982 zum ersten Mal große internationale Aufmerksamkeit, als sie im angesehenen Harfenwettbewerb "Israel International Harp Competition" den ersten Preis gewann. Nach ihrem Studienabschluss gab sie 1984 ihr New Yorker Debüt in der Merkin Hall. Ihr erster Soloabend in Europa fand 1985 in der alten Oper in Frankfurt statt. Es folgten Konzerte während etlicher Festivals. Seitdem konzertierte Alice Giles in den Welt-Musikzentren, solo und mit Orchester, so wie als Kammermusik-Partnerin der Geiger Jenny Abel und Thomas Zehetmayer, des Melos-Quartetts und anderer. Alice Giles ist heute die große Repräsentantin der Harfen-Schule von Carlos Salzedo, der in der Geschichte der Harfe dieselbe Rolle spielt wie Paganini für die Geige und Liszt für das Klavier. Wo immer auch Jenny Abel konzertierte - zunächst in Europa, dann in den USA und Kanada, in Südamerika, Australien, Neuseeland und Asien - überall wurde sie als deutscher Beitrag zum Kreis der internationalen Geiger-Elite begrüßt. In Peking trat sie als erste Solistin aus der BRD mit dem legendären Peking-Sinfonieorchester auf. Konzerte mit Spitzenorchestern und -Dirigenten, solo und mit gefragten Pianisten wie Leopard Hokanson, Paul Badura-Skoda, Roberto Szidon und aktuell Mihai Ungureanu, sowie mit der Harfenistin Alice Giles gab sie in den Musikzentren der Welt, auch bei internationalen Festspielen. Schallplatten und CDs von Jenny Abel wurden mit vielen Preisen, darunter dem Deutschen Schallplattenpreis und dem Grand Prix du Disque ausgezeichnet.