Meine Körperfunktionen im Netz

Dass es Zeitgenossen gibt, die ihr gesamtes Privatleben ins Internet stellen, ist ja bekannt. Nun kann man sogar seinen Blutdruck, seine Kalorienaufnahme und seinen Schlafrhythmus online stellen. Ist das ein neuer Trend?

Schritte zählen, Kalorien protokollieren, den Schlafrhythmus analysieren, Blutdruck messen - alle persönlichen Daten kann man heute problemlos aufzeichnen und sogar im Internet veröffentlichen. Lifelogging heißt diese digitale Selbstvermessung, die vor allem durch die technische Entwicklung immer mehr in unser Leben eingreift. In seinem Buch "Lifelogging - Wie die digitale Selbstvermessung unsere Gesellschaft verändert" hat Professor Stefan Selke diesen Trend zur Selbstvermessung unter die Lupe genommen.Die Paul-Fritsche-Stiftung Wissenschaftliches Forum präsentiert am Donnerstag, 5. November, eine Gastvorlesung von Stefan Selke am Universitätsklinikum in Homburg . Die Veranstaltung findet um 18.15 Uhr im Hörsaal der Medizinischen Biochemie (Geb. 45) statt und richtet sich an alle Interessierten. Der Eintritt ist frei. Seine Gastvorlesung stellt er unter den Titel "Der vermessene Mensch - Streifzüge durch das Leben mit der digitalen Aura". Es geht darum, dass Smartphones, Apps und die daran angekoppelte Technik benutzt werden können, um Aktivitäten und Funktionen des Körpers zu erfassen und aufzuzeichnen. Selke ist Prodekan der Fakultät Gesundheit, Sicherheit, Gesellschaft an der Hochschule Furtwangen . Er vertritt dort seit 2011 das Lehrgebiet "Gesellschaftlicher Wandel". Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit an der Hochschule Furtwangen lehrt er regelmäßig am Karlsruhe Institute of Technology KIT. Selke ist Buchautor und Herausgeber von wissenschaftlichen Sammelbänden.