Mehr als 2000 Menschen heben die Hand gegen Kinderarmut

St. Ingbert/Homburg. Kinderarmut ist ein großes Problem. Und das nicht nur in der Dritten Welt, sondern auch direkt vor unserer Haustür. Der Verein Homburger Tafel, der auch eine Ausgabestelle für Lebensmittel in St. Ingbert unterhält, weist besonders auf diese Problematik hin

St. Ingbert/Homburg. Kinderarmut ist ein großes Problem. Und das nicht nur in der Dritten Welt, sondern auch direkt vor unserer Haustür. Der Verein Homburger Tafel, der auch eine Ausgabestelle für Lebensmittel in St. Ingbert unterhält, weist besonders auf diese Problematik hin. Seit Mai hat die Homburger Tafel zusammen mit dem Jugendbüro Homburg und verschiedenen Institutionen, Vereinen und Schulen an der Aktion "Painting Hands" des Berliner Vereins "Gegen Kinderarmut" teilgenommen. Dieser Verein will Zeichen gegen Kinderarmut setzen und dazu beitragen, diese in Deutschland zu bekämpfen. Unter anderem beteiligte sich die Tafel an der 72-Stunden-Aktion des BDKJ "Uns schickt der Himmel" in St. Ingbert. Auch in der Langenäcker Schule in Homburg, im KIZ in Homburg und in den Räumen der Homburger Tafel wurde das Thema Kinderarmut thematisiert. Beim Ingobertusfest wurde man in Zusammenarbeit mit dem Caritaszentrum Saarpfalz aktiv. Und auch bei der SPD-Wahlkampfveranstaltung mit Super-Nanny Katja Saalfrank in St. Ingbert sammelten die Tafel-Mitarbeiter fleißig Abdrücke. Die Homburger Tafel versorgt wöchentlich etwa 1800 Personen mit Lebensmitteln - darunter 40 Prozent Kinder und Jugendliche.Kinderarmut auch im Saarland "Wir erfahren also in unserer täglichen Arbeit, wie Kinder von Armut betroffen werden und sind", erklärt Roland Best, Vorsitzender der Homburger Tafel. "Diese Aktion bot uns die Chance, auf Missstände in der Familien-, Kinder- und Sozialpolitik hinzuweisen." Mit einem einfachen Handabdruck kann man ein Zeichen setzen und Anteilnahme bekunden. Am Weltkindertag, 19. September, sollen aus ganz Deutschland zusammengetragene Handabdrücke der Bundesregierung übergeben werden. "Hoffentlich reichen die eingereichten Tücher und sonstigen Materialien aus, den Reichstag zu umbinden", hofft Roland Best. Mehr als 2000 Kinder und Erwachsene haben bislang ihre Hand und damit ihre Stimme gegen Kinderarmut erhoben. Und zwar in dem Bewusstsein, dass die Welt nicht von selber besser wird und das auch nicht von heute auf morgen. 20 Laken bedecken die bunten Fingerzeige bereits. Und es sollen noch viel mehr werden. mal

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