Mannlich-Gymnasium Homburg bot am Freitag einen Infotag für Grundschüler

Infotag am Mannlich-Gymnasium Homburg : Reinschnuppern in die künftige Schule

Das Mannlich-Gymnasium Homburg bot am Freitag einen Infotag für Grundschüler. Spezialblumen kamen dabei besonders gut an.

Während sich das Jahr so langsam dem Ende nähert und viele sich auf Weihnachten und Silvester als hoffentlich krönende Abschlüsse vorbereiten, blickt man an den weiterführenden Schulen im Kreis schon weit nach vorne in Richtung Schuljahr 2020/2021. Mit Infotagen und ähnlichen Angeboten wird schon jetzt mancherorts um Schüler geworben, die derzeit noch in den vierten Klassen der Grundschulen sitzen. Das Homburger Mannlich-Gymnasium reihte sich da am Freitagnachmittag mit seinem Schnuppertag ein. Eltern und Kinder sollten die Möglichkeit bekommen, sich über das rein schulische Angebot und all das, was darüber hinausgeht, eingehend zu informieren. Dazu bekamen die Erwachsenen in der Aula erstmal einen Vortrag, während Lotsen des Mannlichs die potentiellen Schüler in der Schule herumführten. Nach dem Vortrag sollten eben die Kinder ihre Eltern durch die Schule lotsen.

Im Vortrag lenkte Schulleiter Wolfram Peters den Blick erstmal auf ein wesentliches Prädikat des Mannlichs, dem als Unesco-Projektschule. Von denen gebe es nicht so viele, das zeichne seine Schule aus, so Peters. Was Unesco-Projektschule tatsächlich bedeute, dass fasste der Schulleiter so zusammen: Menschenrechte im Fokus, interkulturelles Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung, ein Blick in die ganze Welt, Digitalisierung und natürlich auch das Augenmerk auf das Unesco-Weltkulturerbe. So sei dieses Prädikat nicht nur ein Schild an der Tür, „sondern eine regelmäßig überprüfte Qualitätsstufe“.

Wolfram Peters zeichnete auch das vielfältig Bild einer internationalen Schule – zum einen verbunden durch Partnerschaften mit Polen, Frankreich, England und den USA, zum anderen durch die zahlreichen Herkunftsländer der Schüler am Mannlich-Gymnasium. Nicht unerwähnt ließ Peters auch die zahlreichen Preise, die seine Schüler in der Vergangenhit bei ganz unterschiedlichen Wettbewerben erreicht hätten, ebenso wenig das „Querdenker-Programm“ und die Auszeichnung der Bildungseinrichtung als „Verbraucher-Schule“.

Was das Mannlich-Gymnasium natürlich vom rein schulischen Aspekt von anderen Gymnasien unterscheidet, ist der Einstieg in die Welt der Fremdsprachen mit Englisch ab der fünften Klasse, intensiv mit sieben Stunden pro Woche. Waltraud Sellier, die Abteilungsleiterin Didaktik der Schule, stellte in ihrem Vortrag aber nicht nur dies dar, sie verwies auch auf die zahlreichen Wahlmöglichkeiten, die die Schüler im Laufe ihrer Zeit am Mannlich bis zum Abitur hätten – auch abseits einer starken Prägung in der Sprache Englisch, da fokussiert vor allem im bilingualen Zweig der Schule. So folge in Klasse sechs Französisch als zweite Fremdsprache, dann mit vier Stunden. Wer nun aus einer Grundschule komme, an der schon Französisch vermittelt werde, für den biete man bis dahin in der Klassenstufe 5 einen entsprechenden Überbrückungskurs an. Insgesamt biete sich eine Vielzahl von ganz indivudellen Wegen hin zum Abitur, so auch mit der Wahl des fünften Hauptfachs in der Klasse 8. Möglich sie hier eine fremsprachliche Prägung mit Latein als dritter Fremsprache oder eine naturwissenschaftliche mit Physik (später ergänzt durch Biologie und Chemie). Sellier: „Man hat wirklich viele Möglichkeiten. So wie die Kinder sind und sich entwickeln, so kann man auch die Entscheidungen treffen. Ich finde das sehr wichtig.“

Während Peters und Sellier den Eltern nahe brachten, was das Mannlich ausmacht, konnten sich die Jungen und Mädchen ganz praktisch ein Bild von dem machen, was sie im nächsten Schuljahr vielleicht erwarten könnte – wie bei Julia Lehnert, Nadine Bayer und Armin Forsch, allesamt Biologielehrer am Mannlich-Gymnasium. Wie bringt man nun jungen Menschen das Fach Biologie näher? Julia Lehnerts Antwort war da entwaffend schlüssig. „Das ist sehr einfach, denn die meisten interessieren sich dafür“. So setze man, wenn es sich anböte, auch auf Experimente, auch mal an der Grenze zu Chemie. „Ich würde sagen, wir bieten relativ viel.“ Eindeutiger Hit für die Jungen und Mädchen am Freitag waren kleine Blumen, hergestellt mit dem Verfahren der Chromatografie, dem „Schreiben mit Farben“, wie Armin Forsch erklärte.

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