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Manfred Rippel aus Homburg neuer Präsident des Feuerwehrverbandes

Hohes Ehrenamt für Homburger : Ein Kämpfer für die Feuerwehrleute

Der Verband der Landesfeuerwehr hat einen neuen Präsidenten. Es ist der 58-jährige Manfred Rippel aus Bruchhof-Sanddorf.

Der neue Präsident des Landesfeuerwehrverbandes kommt aus  Bruchhof-Sanddorf. Den Homburgern ist er bereits bestens bekannt, zum einem gehört er seit langem dem Stadtrat an, zum anderen ist der Sozialdemokrat auch Ortsvertrauensmann in seinem Wohnort: Manfred Rippel (58) wurde jetzt als Nachfolger von Bernd Becker in das neue Amt gewählt und steht damit 16 000 Feuerwehrangehörigen im Saarland vor.

Der Verkehrsfachwirt ist im Hauptberuf Großkundenbetreuer bei der A6-Nutzfahrzeuge GmbH & Co KG in Homburg, wo er sich um Reparaturaufträge von Nutzfahrzeugen kümmert. Rippels großes Hobby ist die Feuerwehr. Im Löschbezirk Homburg-Mitte der Freiwilligen Feuerwehr Homburg ist er seit 35 Jahren „normaler“ Feuerwehrmann. „Ich habe dort keine besondere Funktion und nehme auch nur noch gelegentlich an Einsätzen teil. Heute bin ich Feuerwehrfunktionär“, sagt der Familienvater, der sich schon früh in Fachverbänden engagiert hat. Heute ist er stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Saarpfalz und Vorsitzender des Fördervereins seiner Homburger Wehr. Rippel möchte hinter den Kulissen für die Belange der Feuerwehr eintreten und den Problemen der Zukunft vorbeugen, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt. So organisiert er auf Kreisebene Fahrsicherheitstrainings, betreibt mit seinem Verband Öffentlichkeitsarbeit, bringt einen Feuerwehrkalender heraus oder kümmert sich um regelmäßige Aus- und Fortbildungsangebote. „Als ständiger Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes beim Landesfeuerwehrverband wurde ich mit der Arbeit dort vertraut. Ich nahm regelmäßig an den Vorstandssitzungen teil und überredete Bernd Becker, sich wählen zu lassen. Becker wollte aber nur eine vierjährige Amtszeit, ich bot ihm die Nachfolge an. Das wurde vom Vorstand mitgetragen und jetzt umgesetzt“, beschreibt der 58-Jährige die Historie seiner Verbandskarriere.

Mit 16 000 Mitgliedern habe man 90 Prozent der Feuerwehrangehörigen im Verband. „Mein Ziel sind die 100 Prozent. Jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann sollten Mitglied bei uns sein“, wünscht sich  Rippel. Er will Lobbyarbeit machen, die Feuerwehren für die Zukunft fit halten. „Uns fehlt es an Wertschätzung, wir müssen dafür sorgen, dass das Ehrenamt nicht an Bedeutung verliert. Man riskiert im Feuerwehrjob Gesundheit und manchmal sein Leben. Dafür muss es eine Anerkennung geben. Wir setzen uns ein für Steuervorteile, einen Rentenbonus oder ein gererelles Bonussystem, wie wir es in Homburg schon bei der Feuerwehr haben“, sagt Rippel. Auch müssten Feuerwehrleute in Führungsfunktionen eine angemessene Aufwandsentschädigung erhalten. „Sonst wird bald niemand mehr eine solche Aufgabe übernehmen“, glaubt Rippel, und sieht das Ehrenamt am Beginn einer Krise. „Unten weniger Nachwuchs und von oben steigende Anforderungen. Das ist das Dilemma.“ Manfred Rippel will hier mit seinem Team Auswege suchen.