Lieder voller Wärme

Weihnachtliche Klänge in verschiedenen Sprachen standen auf dem Programm des Gemischten Chors Taktlos. Mit der Friedenskirche in Beeden war auch das passende Umfeld gefunden, und so war das Konzert am Samstag ein großer Erfolg.

"Schön, dass Sie da sind!", stand auf dem Programm des Weihnachtskonzertes, mit dem der Gemischte Chor Taktlos am Vorabend des vierten Advents alle Freunde des Chorgesangs willkommen hießen. Mit seinem Auftritt nahm der Chor das Publikum in der voll besetzten und weihnachtlich geschmückten protestantischen Friedenskirche in Beeden mit auf eine musikalische Weihnachtsreise. Unter dem Motto "Zünd ein Lichtlein an!" präsentierten die annähernd 30 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Wolfgang Schmitt weihnachtliche Klänge in verschiedenen Sprachen und stimmten auf diese Art und Weise auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein.

Ob laut, ob leise, jazzig, weltlich, freudig - in der Friedenskirche erklangen gut eine Stunde lang Lieder voller Wärme. Mit seinem Zusammenhalt, dem Miteinander sowie den entsprechenden Liedern zeigte der Chor eindrucksvoll, was in einer derzeit nicht so friedvollen Zeit verbindet. "Es ist einfach gut, hier zu sein", erklärte Vorsitzende Ines Mayer bei der Begrüßung der vielen Konzertbesucher. Gerade in einer Zeit der Hektik, des grausamen Terrorismus, der Flüchtlingskrise, der Ängste und der Verzweiflung sei es wichtig, "ein Licht anzuzünden und weiterzugeben", so Mayer.

Mit Liedern in deutscher, russischer, englischer, israelischer und lateinischer Sprache sowie vielen kleinen Lichtern wolle der Chor ein bisschen mit dazu beitragen, "die Welt etwas heller zu machen". Moderiert wurde das Weihnachtskonzert von Pfarrerin Sigrun Welke-Holtmann. Nach dem Einzug der Sängerinnen und Sänger, die die Teelichter in der Hand hielten, in die abgedunkelte Kirche wurde das Konzert mit dem Titellied "Zünd ein Licht an" eingeläutet. "Ein Licht gegen Einsamkeit, gegen Gewalt und Streit, gegen Gleichgültigkeit, gegen alle Dunkelheit" - Zeilen, die aktueller nicht sein konnten!. Mit musikalischen Lichtern nehme der Chor die Zuhörer mit auf eine Weihnachtsreise, kündigte Pfarrerin Welke-Holtmann an. Nach "Send down the rain" machte sich der Chor mit "On my way to Jordan" auf den Weg zum Jordan, bevor er sich mit "Macht hoch die Tür" mit dem Publikum gemeinsam die Tore hoch und weit aufmachte. "Die Lichter laden dazu ein, den Weg weiter zu gehen, das Licht zu suchen, das fast schon erloschen ist", wandte sich die Pfarrerin an die Besucher: "Lichter machen die Lebenskräfte auf unserer Lebensreise frei". Und so ließen die Sängerinnen und Sänger in der Friedenskirche Weihnachtslieder erklingen, die die Sehnsucht weckten und auf Weihnachten vorbereiteten. "Advent Alleluja", "Ich steh an deiner Krippe hier", "Weihnachten bin ich zuhaus", "Weihnachtswiegenlied", "Tollite Hostias" sowie "Adeste fideles" in der alten und neuen Versionen schufen eine ganz besondere Atmosphäre im Kirchenraum. Abgerundet wurde ein tolles Konzert mit dem gemeinsamen gesungenen "O du fröhliche".