Liberale setzen auf Gemeinsamkeit

Bexbach. Auf Bundesebene eine parteiinterne Führungsdiskussion, auf Landesebene parlamentarische Bedeutungslosigkeit, im Bexbacher Stadtrat nach dem Bruch mit FDP-Mandatsträger Maurice Wunn eine Fraktion mit buchstäblich zwei Gesichtern: Den Liberalen am Höcherberg fehlte es bei ihrem Dreikönigstreffen gestern im DJK-Sportheim wahrlich nicht an Themen ..

Bexbach. Auf Bundesebene eine parteiinterne Führungsdiskussion, auf Landesebene parlamentarische Bedeutungslosigkeit, im Bexbacher Stadtrat nach dem Bruch mit FDP-Mandatsträger Maurice Wunn eine Fraktion mit buchstäblich zwei Gesichtern: Den Liberalen am Höcherberg fehlte es bei ihrem Dreikönigstreffen gestern im DJK-Sportheim wahrlich nicht an Themen ... und das im Schatten der Bundestagswahl 2013 und den Kommunalwahlen im Jahr 2014. Da waren positive Signale gerne gehört.

Und die Redner des Nachmittags - der FDP-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Oliver Luksic, Landes-Generalsekretärin Natalie Zimmer, der FDP-Kreisvorsitzende Thorsten Eich, der Bexbacher FDP-Chef Wolfgang Krauß, Fraktionssprecher Heiner Schmoltzi und Moderator Norbert Braß aus dem Ortsrat Bexbach - wollten es an diesen auch nicht mangeln lassen. Braß forderte dazu auf, trotz des Umstandes, "dass wir hier im Saarland wahrlich keine gute Zeit hinter uns haben" nicht in "Sack und Asche zu gehen. Wir sollten zeigen, dass die FDP Manns genug ist, gute Politik zu machen."

Natalie Zimmer griff Braß' Aufforderung auf und rückte dabei auch die politische Zukunft von Oliver Luksic in den Mittelpunkt. Mit dem Hesse-Zitat "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" appellierte sie an ihre Parteifreunde, gerade das gestrige Dreikönigstreffen in Bexbach auch als Auftakt für einen erfolgreichen Bundestagswahlkampf im Saarland zu werten und mit allem Engagement für einen Wiedereinzug von Luksic ins Berliner Parlament zu kämpfen.

Beleuchtete eben der die Situation der FDP in Bund und Land, so waren es Krauß, Schmoltzi und Braß, die mit der aktuellen Situation am Höcherberg ins Gericht gingen. Dabei standen Bexbachs Finanzen im Mittelpunkt der durchaus kritischen Einschätzungen. Krauß wehrte sich in seiner Rede gegen die Einschätzung "die FDP sei gegen alles. Dies stimmt nicht. Unser Interesse liegt nicht in der Ablehnung begründet, sondern in der Frage nach der finanziellen Belastung der Bürger." Hier forderte Krauß "keine vagen Aussagen, sondern Zahlen auf Heller und Pfennig". Im Zentrum der Kritik der FDP hier: der neue Solarpark hinter der Bexbacher Bahnhof und die geplante Einrichtung des Familienhilfezentrums in der ehemaligen Pestalozzischule.

FDP-Dreikönigstreffen in Bexbach: der Stadtverbandsvorsitzende Wolfgang Krauß, der Landeschef und Bundestagsabgeordnete Oliver Luksic und Fraktionssprecher Heiner Schmoltzi (v.li.). Foto: Thorsten Wolf

Das letzte Wort hatte dann Heiner Schmoltzi: "Die FDP in Bexbach scheut sich nicht, als die Partei aufzutreten, die sparen will. Und das nicht um des Sparens willen, sondern um Belastungen von den Bürgern fernzuhalten." Damit kommentierte Schmoltzi auch seine Kritik an den bisher getroffenen Sparbeschlüssen im Stadtrat - diese seien ihm schlichtweg nicht weit genug gegangen. thw