Reifen und Keramik im Wald bei Reiskirchen abgeladen Illegale Müllentsorgung im Wald bei Reiskirchen

Reiskirchen · Altreifen und Keramikteile wurden entsorgt. Die Stadt hat ihn inzwischen entsorgt, obwohl sie eigentlich gar nicht zuständig ist.

 Den wild entsorgten Müll im Wald an der Richardstraße in Reiskirchen entdeckte der Leser-Reporter.

Den wild entsorgten Müll im Wald an der Richardstraße in Reiskirchen entdeckte der Leser-Reporter.

Foto: Manfred Göddel

Der Umbau der Autobahnabfahrt Homburg/Bexbach mit einem dritten Ohr war bekanntlich der Grund dafür, dass die Richardstraße nach Reiskirchen stillgelegt wurde. Fahrradfahrer können die Strecke allerdings noch befahren – und offenbar ist der Bereich inzwischen auch Umweltsündern sehr willkommen, die hier ihren Müll abladen. So verwies uns Leser-Reporter Manfred Göddel bereits vor Weihnachten darauf, dass dort Keramikteile einer ehemaligen Badausstattung abgeladen wurden. Illegale Müllablagerungen dort fielen ihm schon seit etwa zwei Monaten entlang des neuen Radwegs zwischen dem Autobahnanschluss Homburg und dem noch freigegebenen Teil der Richardstraße in Reiskirchen auf. „Scheinbar fühlt sich hier keine Institution zuständig, wie die Stadt Homburg oder der Saarforst, der keine 50 Meter vom Fundort entfernt vor kurzem Buchen gefällt hat, LfS…“, formulierte er.

Jetzt hat der Leser diesen Hinweis erneuert, nachdem er wieder dort unterwegs gewesen ist. Im weiteren Verlauf des Radweges in Richtung Reiskirchen habe er auch mehrere Autoreifen im Gebüsch an der Abzweigung Richtung Schmalau entdeckt. Inzwischen habe er unter anderem auch Saarforst, Landesamt für Straßenbau (LfS) und Baubetriebshof informiert, „in der Hoffnung, dass dieser Schandfleck endlich beseitigt wird“.

Die Stadt reagierte auf unsere Anfrage prompt. „Der Vorgang war leider bis heute beim Baubetriebshof nicht bekannt, gestern ist eine Mail bei der Stadt angekommen, bei der Mailadresse für den BBH hatte sich der aufmerksame Bürger wohl etwas vertan“, formuliert Stadtsprecher Jürgen Kruthoff. Die Ortspolizeibehörde habe die Angelegenheit gekannt. Aber „da sich der Müll eigentlich auf dem Gelände der Forstverwaltung und außerhalb unserer Zuständigkeit befindet, sind wir nicht direkt in Bezug auf eine Aufräumaktion aktiv geworden“, so Kruthoff weiter. Um dem Ganzen ein Ende zu bereiten, habe man nun aber dem BBH den Auftrag erteilt, den Müll zu beseitigen. Kruthoff: „Somit sollte das Problem in den nächsten Tagen erledigt sein, jedenfalls, was das Aufräumen betrifft. Die Entsorgung bleibt dann einmal mehr an der Stadt und damit am Steuerzahler hängen.“

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