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Leistungsschau soll noch breiteres Publikum ansprechen

Leistungsschau soll noch breiteres Publikum ansprechen

Der Investor des geplanten Enklerplatz-Zentrums, Helmut Jagdfeld, hat versichert, dass er mit dem Gewerbeverein und der Stadt im engen Dialog bleiben will. Weiteres Thema bei der Mitgliederversammlung: die Sauberkeit in der Innenstadt.

Der Vortrag von Helmut Jagdfeld, Geschäftsführer der DI-Gruppe aus Düren und Investor des auf dem Enklerplatz geplanten Einkaufszentrums, nahm bei der Mitgliederversammlung des Homburger Gewerbevereins am Montagabend im Hotel Euler den größten Raum, ein. In Wort und Bild lieferte er die Eckdaten zur Projektentwicklung: 16 500 Quadratmeter Verkaufsfläche, rund 450 Stellplätze auf zwei Etagen, zwischen 75 und 85 Läden in unterschiedlichen Größen, ein Investitionsvolumen von 90 Millionen Euro sowie annähernd 500 neue Arbeitsplätze. Er rechne mit dem Baubeginn Mitte 2016 und der Eröffnung am 18. Oktober 2018, so Jagdfeld. Das Shopping-Center habe zwei Eingänge in der Tal- sowie der Eisenbahnstraße, deren historische Fassade erhalten werden soll. "Wir bleiben mit der Stadt und dem Gewerbeverein im engen Dialog", versprach Jagdfeld. Er sei überzeugt, "mit diesem Invest die Innenstadt nach vorne zu bringen", erklärte Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind .

In ihrem Bericht wies Gewerbevereins-Vorsitzende Annette Germann darauf hin, dass die Leistungsschau 2016 am 10. und 11. September stattfinden, aber auf zwei Tage verkürzt werde. Für die Organisation sei Thorsten Bruch verantwortlich; unterstützt werde er von Manuela Georg aus dem Vorzimmer des OB. Ziel sei es, durch besondere Events, unter anderem eine Modenschau, ein noch breiteres Publikum zu gewinnen, betonte Germann. Die verkaufsoffenen Sonntage im nächsten Jahr seien auf den 3. April, 5. Juni, 16. Oktober und 27. November terminiert.

Ein großes Anliegen des Gewerbevereins ist die Sauberkeit: "Um die Sauberkeit in unserer Stadt ist es nicht gut bestellt", konstatierte Germann. Um hier Abhilfe zu schaffen, schlug Thorsten Bruch einen freiwilligen Einsatz von Mitgliedern des Gewerbevereins an verschiedenen Stellen vor, um so die Stadt "ein Stückchen zu verschönern". Darüber hinaus könnte der Gewerbeverein mehrere Standorte für neue Mülleimer in der Kernstadt schaffen und dafür die Patenschaft übernehmen. Diskutiert wurde auch über die Taubenproblematik sowie die Dachreinigung und die "Stolperfallen" im Saarpfalz-Center. OB Schneidewind begrüßte das Angebot des Gewerbevereins, sich um die Sauberkeit zu kümmern.

Darüber hinaus sprach Annette Germann auch die Situation der Flüchtlinge und ihre Auswirkung auf die Stadt an. Die Stadt habe "den Auftrag, Flüchtlinge aufzunehmen und unterzubringen", berichtete der Oberbürgermeister. Derzeit seien in Homburg über 500 Flüchtlinge in 65 Wohnungen und Häusern untergebracht. Doch der Zustrom halte an, so Schneidewind. "Zwischen 685 bis 750 Flüchtlinge werden es Ende dieses Jahr sein; für 2016 sind weitere 1200 angesagt."