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Leistungsschau könnte 2018 womöglich in die Innenstadt ziehen

Leistungsschau könnte 2018 womöglich in die Innenstadt ziehen

Eine durchwachsene Bilanz der Leistungsschau hat die Gewerbevereins-Vorsitzende Annette Germann gezogen: Das Interesse der Aussteller sei nicht mehr so da, allerdings hätten die Besucher das Angebot angenommen.

War die Homburger Leistungsschau am Wochenende in der Halle des städtischen Baubetriebshofes ein Erfolg? Diese Frage kann man wohl mit "Ja" und "Nein" beantworten. "Ja" deswegen, weil es in Zeiten eines boomenden Internethandels alleine schon ein Erfolg ist, eine solche "analoge" Veranstaltung auf die Beine zu stellen. "Nein", weil die Zahl von knapp 60 Ausstellern und einer visuellen Dominanz von Automobilhändlern kaum ein echter Querschnitt der Leistungsfähigkeit von Handel, Handwerk und Dienstleistung der drittgrößten Stadt und dem zweitgrößten Wirtschaftsstandort im Saarland sein kann. Da stellt sich die Frage, wie es mit der Leistungsschau in Homburg weitergehen kann und soll.

Annette Germann, die Vorsitzende des Homburger Gewerbevereins, räumte Schwierigkeiten beim Versuch ein, die Leistungsschau so mit Ausstellern zu bestücken, wie es eigentlich wünschenswert wäre. "Viele Handwerker haben einfach nicht mehr die Kapazitäten, auch personell, um eine Teilnahme an einer Leistungsschau zu organisieren." Vor diesem Hintergrund machte Germann klar, "dass wir uns neu aufstellen müssen. Wir wollen uns auf keinen Fall auf den aktuellen Gegebenheiten ausruhen. Wir machen uns jetzt ganz viele Gedanken, sprechen mit den einzelnen Ausstellern und wollen wirklich versuchen, alles nochmal neu aufzuziehen."

Die Homburger Leistungsschau am Wochenende wurde von Automobilhändlern dominiert. Foto: Thorsten Wolf. Foto: Thorsten Wolf

Zu den aktuellen Überlegungen zähle auch, mit der nächsten Leistungsschau im Jahr 2018 in die Innenstadt zu ziehen. "Wir haben dort Gastronomie und Geschäfte schon vor Ort. Darüber denken wir nach." Germanns Ziel: Eine neue Leistungsschau mit einem neuen Charakter. Könne bei all diesen Überlegungen auch der Entschluss fallen, die Gewerbemesse in der Zukunft komplett zu streichen? Immerhin haben auch Kommunen wir Kirkel zumindest mal in diesem Jahr auf eine solche Veranstaltung mangels Masse verzichtet (wir berichteten). Germann: "Das will ich nicht ganz ausschließen. Aber meine Tendenz geht dahin, dass wir etwas Neues machen müssen. Die Leistungsschauen, wie sie früher mal waren, sind irgendwie durch. Das Interesse ist seitens der Aussteller einfach nicht mehr so da. Aber dass wir deswegen die Leistungsschau aufgeben? Dafür war mir gerade am Sonntag zu viel los. Die Besucher haben das Angebot angenommen. Auch die Aussteller waren mehrheitlich zufrieden. Und das ist für mich ein ganz klares Zeichen: Wir werden die Leistungsschau nicht einstellen."