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Leichter Aufwärtstrend für Februar am Arbeitsmarkt im Saarpfalz-Kreis

Zahlen für Februar 2021 liegen vor : Leichter Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt im Saarpfalz-Kreis

Im Saarpfalz-Kreis entspannt sich im Februar die Situation im Job-Sektor leicht, erreicht allerdings nicht die Werte aus dem Vorjahr, sprich: mehr Leute sind arbeitslos. Und im Vergleich zu Januar sind sogar mehr Jugendliche ohne Arbeit.

Der regionale Arbeitsmarkt belebt sich leicht, bleibt allerdings unter den Werten von 2020. Im Saarpfalz-Kreis waren im Februar 4258 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 108 weniger als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter aber 11,3 Prozent mehr Arbeitslose verzeichnet. Auch die Arbeitslosenquote lag mit 5,5 Prozent um 0,2 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats und 0,5 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres. Im Bereich der Geschäftsstelle Homburg, die für Bexbach, Homburg und Kirkel zuständig ist, gab es 350 Arbeitslose mehr als im Vorjahr, 3170 insgesamt.

Im Februar rutschten 238 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit in die Arbeitslosigkeit. Das waren über 40 Prozent weniger als im Januar. 234 Personen haben eine neue Stelle gefunden und konnten ihre Arbeitslosigkeit dadurch wieder beenden, 20 mehr als im Vormonat.

In den einzelnen Personengruppen gab es im Februar relativ einheitliche Entwicklungen, berichtet die Arbeitsagentur weiter. Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit bei allen betrachteten Personengruppen leicht zurückgegangen. Eine Ausnahme bildeten die Jugendlichen – hier gab es einen Anstieg. Unterschiede zeigten sich beim Abstand zum Vorjahr. Im Februar waren 2488 Männer und 1770 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr rund elf Prozent bei den Männern. Bei den Frauen fiel der Anstieg mit 11,8 Prozent geringfügig höher aus. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei 339. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um ein Achtel und gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Prozent erhöht. 1733 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter, das waren 47 weniger als im Januar. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 15,7 Prozent erhöht. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im Februar 1545, vier weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um über 30 Prozent.

Eins fällt auf: der Anstieg der Arbeitslosigkeit fällt im Vergleich zum Vorjahr im Bereich der Arbeitslosenversicherung deutlich stärker aus als in der Grundsicherung. Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen von Januar auf Februar um 73 auf 2066 gesunken. Das ist ein Plus von 22,4 Prozent zum Vorjahr. In der Grundsicherung hingegen lag die Zahl der Arbeitslosen lediglich um 2,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim Jobcenter im Saarpfalz-Kreis waren im Februar 2192 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 35 weniger als im Januar.

Während der Stellenzugang zu Beginn des Jahres noch eher verhalten war, hat die Arbeitskräftenachfrage im Februar deutlich angezogen. Im aktuellen Monat wurden im Saarpfalz-Kreis 359 neue Stellen gemeldet, 115 mehr als im Vormonat und neun mehr als im Vorjahr. Die meisten offenen Stellen wurden in der Zeitarbeit, im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich, im Verarbeitenden Gewerbe und im Bereich Verkehr und Lagerei gemeldet. Auch im Baugewerbe, im Handel, im Bereich Erziehung und Unterricht und in der Informations-/Kommunikationsbranche wurden neue Arbeitskräfte nachgefragt. Im Stellenbestand befinden sich aktuell 1181 Angebote.

Im Saarpfalz-Kreis haben im Februar 86 Betriebe für 1291 Beschäftigte neu Kurzarbeit angezeigt. Seit Beginn der Corona-Krise haben 2424 Unternehmen Kurzarbeit für 36 123 Mitarbeiter angezeigt. Daten über den Umfang der realisierten Kurzarbeit werden mit einer Wartezeit veröffentlicht. Für den Monat August 2020 liegen nun die endgültigen statistischen Daten vor. So waren in diesem Monat 551 Unternehmen und 7812 Menschen in Kurzarbeit. Im Monat davor waren es noch 645 Betriebe und 10 437 Personen.